Sonntag, 13. Juni 2010

Ein grosses Musikfestival, ein grosses Sportfest und viel Stress

Die Zeit nachdem meine Mutter in den Flieger gestiegen ist, war von zwei grossen Events gekennzeichnet...und ein drittes hat begonnen findet seinen Hoehepunkt aber naechste Woche Freitag.

Einen Tag nach Ankunft meiner Mutter in Deutschland begann Swasilands groesstes Musikfestival: Bushfire! Ein dreitaegiges Festivel, was die Musikszene aus Mozambique, Suedafrika, Lesotho und Swasiand ins sagenumwogene "House on Fire" lockte. Geniale Preformences aus allen nur erdenklichen Musikbreichen waren am Start. Viele Bands die in Suedafrika jeder kennt, eine Band sogar mit einem Emmy ausgezeichnet. Es war ein tolles wenn auchg schlafloses Wochenende. Leider hat es am letzten Tag geregnet. Neben dem Musik wurden aber auch Fari Trade Produkte verkauft und ueber HIV aufgeklaert. Ich habe dann auch einen HIV Test gemacht um sicher zu stellen, dass noch immer alles in Ordnung ist (was es auch ist).

Die darauffolgende Woche war von den Vorbereitungen eines grossen Sportfestes gebrandmarkt, was zu viel Streit, Stress und Hektik fuehrte. Das Ergebnis am Ende war aber doch gut, dafuer, dass es das erste Event MYC dieser groesse war. In einer ganzen Reihe von Sportarten gab es Tuniere und Wettbewerbe an fuenf verschiedenen Standorten in ganz Manzini. Es war auch ein gelungener Auftakt zur WM 2010.

Die WM stellt ein weiteres Highlight da. Letzten Freitag ging es los und das konnte man auch in Swasiland schon um 6.00 Uhr morgens hoeren... Ich glaube fast jeder Swasi besitzt eine Vuvuzella und mit dieser wurde den ganzen Freitag ueber krach gemacht um den Start der Weltmeisterschaft einzuleuten. In den letzten Tagen gab es auf der Strasse keine anderes Thema als Fussball und natuerlich stehen alle auf der Seite vom grossen Nachbern und man hofft auch im kleinen Swasiland ein bisschen mehr zu verdienen, als sonst im Winter.

Ich habe die Spiele mir inzwischen an allen moeglichen Stellen angesehen. Wir Volontaere haben ja gluecklicher Weise keinen Fernseher und so sind wir immer auf fremde Geraete angewiesen oder auf Public Viewing. Es ist echt lustig zu sehen wie aufgebracht Swasis ueber Fussball debatieren koennen und wie sehr sie fuer andere Teams mitfiebern...So wird hhier fuer Suedkorea mindestens genauso gejubelt wie wir in Deutschland fuer Deutschland jubeln.

Ich habe selber aber das Glueck die WM 2010 dann nochmal einen Happen naeher zu sehen und zwar hat mich ein neuer deutscher Volontaer davon ueberzeugt mir dann doch Tickets zu kaufen. Also naechte Woche Freitag bei Deutschland vs. Serbien die Augen offenhalten ob ihr mich im Stadion von Port Elisabeth seht. Wenn nicht, habe ich wohl den Bus verpasst...

In diesem Sinne "auf gehts Deutschland schiesst ein Tor" und schoen weiter fuer Bafana Bafana jubeln...

Meine Mutter in Swasiland

Meine Mutter hat zwei Wochen im Koenigreich Eswatini verbracht. Es war schoen ihr alles zu zeigen, wie ich wohne, was ich so alles mache und wie Swasiland ist. Swasis sind meistens freundlich und freuen sich meistens andere Menschen kennen zu lernen. Herrausragend ist allerdings ihre immer noch grosse Verbundenheit zur Kultur. Sie sind stolz drauf Swazis zu sein.
Swasiland ist so klein wie ich glaube Thueringen (oder aehnlich) bietet aber landschaftlich auch Vielfaeltigkeit an...(Berge, Waelder, Halbwueste) Meiner Mutter habe ich fast unser ganzes Projekt gezeigt, was allerdings nicht ganz einfach ist, denn es ist schon ziemlich gross...
Sie hat auch einige unserer Jungs kennengelernt, hat meinen Unterricht und mein Zimmer inspiziert und immer in die falsche Richtung geguckt, wenn wir die Strasse ueberquerrt haben...sodass ich sie am Ende an die Hand nehmen musste :-)

In den zwei Wochen haben wir auch einen Abstehcer nach Mosambik gemcht, wo wir uns die Hauptstadt Maputo angesehen haben. Eine typische afrikanische Grosstadt...mit Heruntergekommenden Hauesern aus der Kolonialzeit und fantastischen Seafood. Sogar ich habe meinen Fisch auf dem beruehmten Fischmarkt in Maputo richtig genossen und das, wo ich Fisch doch eigentlich gar nicht austehen kann.

Die Zeit verging durch die vielen Aktivitaeten so schnell, dass meine Mutter dann auf einmal auch schon wieder im Flugzeug nach Hause sass.

Naja jetzt sind es ja nur noch 8/9 Wochen oder so bis ich wieder in das Land des Weltmeister 2010 reisen werde...

Reise durch Suedafrika

Es war eine schoene Zeit, als ich mit meiner Mutter zusammen Suedafrika bereiste. Ich denke, dass ich fuer uns beide sprechen darf, wenn ich sage, dass wir die Vielfaeltigkeits Suedafrikas voll ausgekostet haben. Von beeidruckenden Kliffstraenden bis hin zum Kruegerpark durchquerrten wir einmal komplett eines der grossten Laender der Welt.

Die Vielfaeltigkeit Suedafrikas spiegelt sich aber nicht nur wieder in den verschiedenen Landschaften (Halbwueste, Busch, Wald, Strand, Berge...), sondern auch in den verschiedenen Kulturen, Sprachen und Gehaeltern. Auf Englisch wueder ich sagen, dass Suedafrika so "diverse" ist.

Meine Mutter und ich sind zusammen mit einer deutschen Reisegruppe gereist. Fuer mich war der ploetzliche Wechsel von Lebensstandarts ni8cht ganz einfach. Meine gropessten Probleme waren glaube ich die doch sehr hohen Preise im Vergleich zu Swasiland.

Zwar war es schoen auch mal wieder eine vergessene Seite des Lebens kennen zu lernen, aber ich habe mich trotzdem gefreut nach "Hause" in Swasiland anzukommen.

Unsere Reise begann in Kapstadt wir sind dann weiter gefahren durch die Weinregion am Kap. Im Anschluss daran sind wir an der Kuester entlanggefahren, was in Suedafrika als die Garten Route bekannt ist.

Mit Zwischenstopps in einigen sehr schoenen Hotels haben wir uns durch die Grosse/kleine Karrou und einer beeindruckenden Tropfsteinhoele letzendlich bis nach Port Elizabeth durchgeschlengelt.

Von dort ging es mit dem Flugzeug nach Durban. In Durban haben wir dann in die Drakensberge gemacht. Danach ging es in den Nationalpark Hluhlue, wo wir auf einer Pirschfahrt verschiedene Tiere aus naechster Naehe in ihrem natuerlichen Umfeld entdecken durften (Nashorn, Giraffe, Zebra und Bueffel). Weiter ging es durch Swasiland hinein in den Kruegerpark, wo wir dann endlich die grossen Fuenf (Bueffel, Elefant, Nashorn, Loewe und Leopard) gesehen haben. Mich hat am Meisten gefreut, dass wir das grosse Glueck hatten einen Leoparden zu sehen, denn das ist nicht immer ganz einfach.

Im Anschluss an den Kruegerpark gab es noch einen Abstecher zum Blyde River Cannyen und zu irgendwelchen Sprudelquellen, die sehr schoen beim heissen Wetter aussahen und auch schoen abgekuehlt haben. Letzten Endes erreichten wir dann die Endstation Johannesburg wovon meine Mutter und ich dann nach Swasiland flogen und eines sei an dieser Stelle auch gesagt...die Beamten am Flughafen in Johannesburg sind sehr strikt, was Gewichtlimits von Handgepaeck und den eingecheckten Gepaeck gilt...