Mittwoch, 23. Dezember 2009
Oh du Froehliche Vorweihnachtszeit...
Die Nachichten aus Deutschland erreichen Swasiland immer wieder und so hoert man auch von bitter bitterkalten Temperaturen waehrend man selber bestimmt zwei Liter Wasser am Tag ausschwitzt. Wir haben mittlerweile ueber 30 Grad Celsius taeglich die ersten Kakerlaken kommen im Doppelpack und auch sonst scheint Swasiland unter der Hitze zu leiden. In der letzten Woche gab es drei unschoene Zwischenfaelle... Am Montag ist einer unserer Jungs in unser Buero im Jugendzentrum eingebrochen, um Suessigkeiten zu klauen. Um an die Suesigkeiten zu gelangen die ca 10 Euro wert waren, hat er unser wellblechdach aufgebogen und die Decke eingetreten... ausgerechnet war er auch nicht einmal fertig als wir ins Buero reinkamen und ihn so zumindest identifizieren konnten. Ein Tag spaeter wurde eine Jugendliche nur 20 m von unserem Haus entfernt brutal zusammengeschlagen. Sean hatte noch Schreie gehoert und ist rausgekommen, aber in der Zeit hatten die Securit Beamten der High School das Maedchen schon gefunden. Wir mussten dann nur noch die Polizei anrufn, welche immerhin nach 20 Minuten da war. Ich hatte schon gedacht es wuerde Stunden dauern bis die da waeren, aber der Polizeinotruf in Swasiland schint relativ gut zu funktionieren. Natuerlich hat die Polizei keinen Krankenwagen mitgebracht und wollte das maedchen auch nicht in dem neuen Auto zum Krankenhaus bringen, da ja ansonsten das schoene auto mit Blut vollgeschmiert waere... also wurde ein Gefaengniswagen verstaendigt, um die Jugendliche ins Krankenhasu zu bringen, wo dann nur festgestellt wurde, dass sie sie in der nacht nicht behandeln koennten, so dass sie am Tag wiederkommen muesste...was aus dem maedel jetzt geworden ist, ist leider unklar.
Sonntag dann hat jemand versucht in unser Haus am helligten tag einzubrechen. wir konnten den Taeter jedoch stellen. Immerhin und es ist nur beim Versuch geblieben, da ein par Kinder vor unserem haus Fussball gespielt haben und so den Einrecher verscheuchen konnten. Naja solangsam werde ich schreckhaft bei jedem leisen gereusch denke ich jemand macht sich an der Tuer zu schaffen...
Samstag fahren Anna und ich mit unseren neuen chilenischen Volontaeren (Marcilla und Juan Pablo) nach Suedafrika. Dort werden wir uns Durban anschauen, sowie einen Naturpark besuchen, am Drakensberg zelten und einen trip nach Lesotho machen. Ich freue mich schon drauf endlich mal ein bisschen Abstand von all den Dingen zu bekommen.
in weihnachtstimmung bin ich eigenbtlich nicht so wirklich, weil es hier halt wirklich heiss ist und wir auch noch einiges zu tun haben. So muessen wir morgen das Essen, welchen wir die letzten tage organisieren durften und uebermorgen die Geschenke verteilen. als Geschenk bekommen die Jungs Altkleider, Zahnpasta, Seife, Sueses und Euro um ihre verbleibenden Familienangehoerigen zu besuchen.
Naja das wars es jetzt auch mal von mir und falls wir uns bis Weihnachten nicht mehr sehen; Frohes Fest und im Anschluss daran einen guten Rutsch ins Jahr 2010!!! Auf das jahr, das sich hier alle Leute freuen wegen der Weltmeisterschaft... also bis dann!
Sonntag dann hat jemand versucht in unser Haus am helligten tag einzubrechen. wir konnten den Taeter jedoch stellen. Immerhin und es ist nur beim Versuch geblieben, da ein par Kinder vor unserem haus Fussball gespielt haben und so den Einrecher verscheuchen konnten. Naja solangsam werde ich schreckhaft bei jedem leisen gereusch denke ich jemand macht sich an der Tuer zu schaffen...
Samstag fahren Anna und ich mit unseren neuen chilenischen Volontaeren (Marcilla und Juan Pablo) nach Suedafrika. Dort werden wir uns Durban anschauen, sowie einen Naturpark besuchen, am Drakensberg zelten und einen trip nach Lesotho machen. Ich freue mich schon drauf endlich mal ein bisschen Abstand von all den Dingen zu bekommen.
in weihnachtstimmung bin ich eigenbtlich nicht so wirklich, weil es hier halt wirklich heiss ist und wir auch noch einiges zu tun haben. So muessen wir morgen das Essen, welchen wir die letzten tage organisieren durften und uebermorgen die Geschenke verteilen. als Geschenk bekommen die Jungs Altkleider, Zahnpasta, Seife, Sueses und Euro um ihre verbleibenden Familienangehoerigen zu besuchen.
Naja das wars es jetzt auch mal von mir und falls wir uns bis Weihnachten nicht mehr sehen; Frohes Fest und im Anschluss daran einen guten Rutsch ins Jahr 2010!!! Auf das jahr, das sich hier alle Leute freuen wegen der Weltmeisterschaft... also bis dann!
Donnerstag, 3. Dezember 2009
Wohnen in Swasiland
In Swasiland Wohnen ist nicht gleich Wohnen. Es gibt viele Unterschiede. Diese Unterschiede kommen durch unterschiedliche Gehaelter und unterschiedliche Lebensbedingungen zustande. So muss zwischen Arm und Reich, aber auch zwischen laendlich und staedtisch unterschieden werden.
Laendliches Leben
Das Leben auf dem Land ist sehr eng mit Kultur verknuepft. Waehrend in den groesseren Staedten Swasilands (Manzini oder Mbabane) Kultur und Traditionen zunehmend weniger gewichtet werden, gelten Traditionen in den laendlichen Gegenden als essentiell. So ist es verpoent wenn Frauen oder Maedchen Hosen tragen. In der Stadt tragen viele Maedchen Jeans, auf dem Land waere dies unmoeglich. Ebenso wie das essen auf Stuehlen, nur der Koenig darf auf Stuehlen essen, alle anderen muessen aus Respekt ihm gegenueber auf dem Boden sitzend oder auf einem Holzblock sitzend essen. Kinder duerfen auch nicht mit Besteck essen, erst wenn man aelter als 18 ist, darf man Besteck benutzen. Dies alles aus Respekt gegenueber den Aelteren.
Aber was ist nun mit dem Wohnen? In den laendlichen Gegenden Menschen wohnen nicht in Hauesern. Sie wohnen in sogenannten Homesteads. Diese Homesteads bestehen aus verschiedenen Hauesern wie etwa:
* endlika gogo: in diesem Haus lebt und schlaeft die Grossmutter
* hut: fuer den Vater, dem Boss der Familie
* intsanga: hier schlafen die Maedchen
* lilawu: fuer die Jungs
* Kueche
* hut: fuer die Frauen
* crawl/stall fuer die Kuehe
In der Kultur Swasilands ist das Schlagen von Kindern als Erziehungsmittel fest verankert (leider). Der einzige Ort, an welchem Kinder nicht geschlagen oder bestraft werden duerfen ist der endlika gogo. Dieses Haus dient als Schutraum fuer Kinder und die Gogo (Grossmutter) erzaehlt Geschichten, gibt ihre Weisheiten weiter oder hoert den Kindern einfach zu. Es ist das beliebteste Hasu unter den Kindern.
Bei der Auflistung fragt sich manche vielleicht weswegen Vater und Mutter nicht zusammen schlafen. in Swasiland haben Maenner mehrere Frauen. Er kann aber nur mit einer Geschlechtsverkehr praktizieren, dass heisst, dass immer nur eine bei ihm sein kann waehrend die anderen in ihren Huetten schlafen. Dies ist ein grosser Unterschied auch zu anderen afrikanischen Laendern wie beispielsweise Simbabwe oder Suedafrika, wo diese Sachen nicht an der Tagesordnung stehen.
Wo ist denn nun das Badezimmer? Es ist oft nicht vorhanden. Gesundheitsbeauftragte versuchen mehr und mehr Menschen davon zu ueberzeuegen eine abgegerenzte Toilette zu haben. Das problem ist nur, dass es kein fliessendes Wasser gibt. So wird entweder Regenwasser gesammelt, das Wasser von Fluessen getrunken (was gesundheitsschaedlich sein kann), oder wenn man geld hat baut man einen Brunnen oder laesst sich groessere Taenke in regelmaessigen Abstenden auffuellen. Strom ist im Gegensatz zu Wasser und einer Telefonverbindung in fast ganz Swasiland vorzufinden.
Nicht alle Haueser verfuegen ueber Stelle nur die reicheren. In Swasiland entscheidet im traditionellen Sinne die Anzahl von Kuehen vor deinem Homestead wie reich oder arm du bist. Natuerlich glit dies nicht mehr fuer die Staedte, denn hier regiert das Geld.
Dennoch entscheidet auch Geld einiges auf dem Land. Selbst arme Menschen koennen ein ganzes Homestead besitzen, da die Haeser nur aus Erde und einigen Stoeckern gebaut werden und das Dach aus ein paar Stoeckern oder aehnlichem besteht. Wenn man mehr Geld hat, kann man sich Ziegelsteine oder ein Wellblechdach leisten.
Die Unterschiede wurden vielen Swasis erst vor zwei Wochen deutlich. In Swasiland gab es die heftigsten Regenfaelle seit 1984. Es hat fuer eine ganze Woche ununterbrochen geregnet. Da einige Hauser nur aus Erde sind, wurden viele Haueser zerstoert und hinterliessen einen Schaden von 4 Millionen Euro, was sehr viel Geld in Swasiland ist.
Semi Staetisch Leben
Dies sind Orte die nahe an den grossen Staedten liegen, somit bessere Infrastruktur haben, aber trotzdem traditionell angelegt sind. So verfuegen sie oft ueber Wasser, Strom, Strassen und Telefonanschluesse, ausserdem bietet die Naehe zur Stad den Vorteil verschiedene Sachen einkaufen zu koennen und teilweise auch mehr Geld zu verdienen. Semi Staedtisch bedeutet Halb Staedtisch und ist im Grunde eine mischung aus laendlichen und staedtischen Wohnen.
Staedtisches Leben
In der Stadt regiert das Geld, wenn man keines hat, schlaeft man unter einer Plane irgendwo in der STadt. Besonders aeltere frauen sind davon betroffen, weil sie das grosse Geld in der Stadt machen wollten oder weil hinfortgescheucht worden sind von ihren Ehemaennern. Wenn man etwas mehr Geld hat kann man sich eine kleine Einraumwohnung mieten. Diese Wohnung besteht dann wirlich aus einem Raum, in dem Kueche, wohnzimmer, Schlafzimmer und Esszimmer ist. Meine Siswati Lehrerin lebt unter diesen Umstaenden und schlaeft in einem 7m2 raum mit manchmal 6 Personen. Die Sanitaereinrichtungen werden dann mit 10 weiteren Einraumwohnungen geteilt. Allerdings sind alle diese Haeser aus Zement und Steinen gebaut, was sie Wiederstandsfaehig macht. Nur viele Daecher sind undicht, was dazu fuehrt, dass es manchmal ins Haus reinregnet. (Auch ins Voluntaershaus).
Dennoch kann man mit mehr Geld umso mehr "westlicher" Leben. In einigen stadteilen Manzinis sieht man sehr schoene und teure Haueser, die man auch so in jedem westlichen Land haette sehen koennen. Es verdeutlicht immer wieder wie weit arm und reich auseinander sind, obwohl sie so dicht zusammenleben naemlich auf insgesamt 17 364m2. Das ist die gesammte Flaeche vom Koenigreich Swasiland (etwa so gross wie Thueringen).
Laendliches Leben
Das Leben auf dem Land ist sehr eng mit Kultur verknuepft. Waehrend in den groesseren Staedten Swasilands (Manzini oder Mbabane) Kultur und Traditionen zunehmend weniger gewichtet werden, gelten Traditionen in den laendlichen Gegenden als essentiell. So ist es verpoent wenn Frauen oder Maedchen Hosen tragen. In der Stadt tragen viele Maedchen Jeans, auf dem Land waere dies unmoeglich. Ebenso wie das essen auf Stuehlen, nur der Koenig darf auf Stuehlen essen, alle anderen muessen aus Respekt ihm gegenueber auf dem Boden sitzend oder auf einem Holzblock sitzend essen. Kinder duerfen auch nicht mit Besteck essen, erst wenn man aelter als 18 ist, darf man Besteck benutzen. Dies alles aus Respekt gegenueber den Aelteren.
Aber was ist nun mit dem Wohnen? In den laendlichen Gegenden Menschen wohnen nicht in Hauesern. Sie wohnen in sogenannten Homesteads. Diese Homesteads bestehen aus verschiedenen Hauesern wie etwa:
* endlika gogo: in diesem Haus lebt und schlaeft die Grossmutter
* hut: fuer den Vater, dem Boss der Familie
* intsanga: hier schlafen die Maedchen
* lilawu: fuer die Jungs
* Kueche
* hut: fuer die Frauen
* crawl/stall fuer die Kuehe
In der Kultur Swasilands ist das Schlagen von Kindern als Erziehungsmittel fest verankert (leider). Der einzige Ort, an welchem Kinder nicht geschlagen oder bestraft werden duerfen ist der endlika gogo. Dieses Haus dient als Schutraum fuer Kinder und die Gogo (Grossmutter) erzaehlt Geschichten, gibt ihre Weisheiten weiter oder hoert den Kindern einfach zu. Es ist das beliebteste Hasu unter den Kindern.
Bei der Auflistung fragt sich manche vielleicht weswegen Vater und Mutter nicht zusammen schlafen. in Swasiland haben Maenner mehrere Frauen. Er kann aber nur mit einer Geschlechtsverkehr praktizieren, dass heisst, dass immer nur eine bei ihm sein kann waehrend die anderen in ihren Huetten schlafen. Dies ist ein grosser Unterschied auch zu anderen afrikanischen Laendern wie beispielsweise Simbabwe oder Suedafrika, wo diese Sachen nicht an der Tagesordnung stehen.
Wo ist denn nun das Badezimmer? Es ist oft nicht vorhanden. Gesundheitsbeauftragte versuchen mehr und mehr Menschen davon zu ueberzeuegen eine abgegerenzte Toilette zu haben. Das problem ist nur, dass es kein fliessendes Wasser gibt. So wird entweder Regenwasser gesammelt, das Wasser von Fluessen getrunken (was gesundheitsschaedlich sein kann), oder wenn man geld hat baut man einen Brunnen oder laesst sich groessere Taenke in regelmaessigen Abstenden auffuellen. Strom ist im Gegensatz zu Wasser und einer Telefonverbindung in fast ganz Swasiland vorzufinden.
Nicht alle Haueser verfuegen ueber Stelle nur die reicheren. In Swasiland entscheidet im traditionellen Sinne die Anzahl von Kuehen vor deinem Homestead wie reich oder arm du bist. Natuerlich glit dies nicht mehr fuer die Staedte, denn hier regiert das Geld.
Dennoch entscheidet auch Geld einiges auf dem Land. Selbst arme Menschen koennen ein ganzes Homestead besitzen, da die Haeser nur aus Erde und einigen Stoeckern gebaut werden und das Dach aus ein paar Stoeckern oder aehnlichem besteht. Wenn man mehr Geld hat, kann man sich Ziegelsteine oder ein Wellblechdach leisten.
Die Unterschiede wurden vielen Swasis erst vor zwei Wochen deutlich. In Swasiland gab es die heftigsten Regenfaelle seit 1984. Es hat fuer eine ganze Woche ununterbrochen geregnet. Da einige Hauser nur aus Erde sind, wurden viele Haueser zerstoert und hinterliessen einen Schaden von 4 Millionen Euro, was sehr viel Geld in Swasiland ist.
Semi Staetisch Leben
Dies sind Orte die nahe an den grossen Staedten liegen, somit bessere Infrastruktur haben, aber trotzdem traditionell angelegt sind. So verfuegen sie oft ueber Wasser, Strom, Strassen und Telefonanschluesse, ausserdem bietet die Naehe zur Stad den Vorteil verschiedene Sachen einkaufen zu koennen und teilweise auch mehr Geld zu verdienen. Semi Staedtisch bedeutet Halb Staedtisch und ist im Grunde eine mischung aus laendlichen und staedtischen Wohnen.
Staedtisches Leben
In der Stadt regiert das Geld, wenn man keines hat, schlaeft man unter einer Plane irgendwo in der STadt. Besonders aeltere frauen sind davon betroffen, weil sie das grosse Geld in der Stadt machen wollten oder weil hinfortgescheucht worden sind von ihren Ehemaennern. Wenn man etwas mehr Geld hat kann man sich eine kleine Einraumwohnung mieten. Diese Wohnung besteht dann wirlich aus einem Raum, in dem Kueche, wohnzimmer, Schlafzimmer und Esszimmer ist. Meine Siswati Lehrerin lebt unter diesen Umstaenden und schlaeft in einem 7m2 raum mit manchmal 6 Personen. Die Sanitaereinrichtungen werden dann mit 10 weiteren Einraumwohnungen geteilt. Allerdings sind alle diese Haeser aus Zement und Steinen gebaut, was sie Wiederstandsfaehig macht. Nur viele Daecher sind undicht, was dazu fuehrt, dass es manchmal ins Haus reinregnet. (Auch ins Voluntaershaus).
Dennoch kann man mit mehr Geld umso mehr "westlicher" Leben. In einigen stadteilen Manzinis sieht man sehr schoene und teure Haueser, die man auch so in jedem westlichen Land haette sehen koennen. Es verdeutlicht immer wieder wie weit arm und reich auseinander sind, obwohl sie so dicht zusammenleben naemlich auf insgesamt 17 364m2. Das ist die gesammte Flaeche vom Koenigreich Swasiland (etwa so gross wie Thueringen).
Dienstag, 1. Dezember 2009
Der Monat November
Mit Entsetzen habe ich ebend festgestellt, dass ich nun seit mehr als einen Monat nicht mehr gebloggt habe und ich bitte dies zu entschuldigen. Das Schlimme ist, dass ich nicht einmal eine gute Ausrede finden kann wie etwas "Ich war krank oder so" Naja vielleicht hilft ja, dass mein Laptop etwas beschaedigt worden ist und nun alle Dokumente, die je auf ihm drauf sind verloren sind (auch meine Adressliste... :-()
Aber was ist denn so alles passiert im Monat November? Naja im Grossen und Ganzen ist eigentlich nur die ganze Routine weitergelaufen. In Enjabulweni (danke Christian ;-)) habe ich kurzzeitig fuer zwei Wochen in Klasse 6 unterrichtet, da die Klassenlehrerin mit den 7. Klasse Examen beschaeftigt war. Es war interessant mal in einen anderen Klassenraum zu gehen und neue Schueler und ein neues Arbeitsklima zu erfahren. Aber auch in meiner Klasse hat sich das Verhalten der Kinder verbessert. Jetzt bekommen sie je nach Verhalten rote, gelbe oder Star Karten.
Naja die Klassenarbeiten sind geschreiben, ebenso wie die Zeugnisse. In meiner Klasse haben Englisch (das Fach unterrichte ich) 6 (von 14) Schuelern nicht bestanden. Dieser Schnitt istgar nicht so schlecht. Ich habe auch einige Arbeiten aus Klassen 3, 5 und 6 korrigiert und teilweise waren deren Ergebnisse schlimmer. Morgen und Uebermorgen werden dann die Eltern die Zeugnisse in Empfang nehmen.
Naja genug ueber Schule geredet. Was lauft sonst noch? Das Jugendzentrum geht seinen Weg. Nachdem Anfang des letzten Trimesters nur wenige Kinder taqeglich kamen, kommen jetzt wieder eine ganze Menge. Gestern habe ich einigen Kindern Ultimate Firsbee (Reschtschreibung?) beigebracht, da die grosse Sporthalle wegen eines Events geschlossen ist. Naechste Woche geht dann auch schon das Holiday Programm wieder los und das wird echt interessant werden mit 2 bis 4 Voluntaeren (Sean hat einen Freund zu Besuch und sie gehen fuer einige Zeit nac h Mozambique). Mitte Dezember bekommen wir dann wieder Unterstuetzung, diesmal aus Chile.
Nun ja, leider gehen Anna und Ich jetzt nicht mehr zum Hope House (dem Hospiz), da herr Juelich vor ca. zwei Wochen verstorben ist. Irgendwie glaube ich ist es das Beste was ihm passieren konnte, denn wenn man nicht einmal mehr aufsteht um zur toilette zu gehen und gar keine Freude mehr am Leben findet, quaelt man sich selbst nur unnoetig.
Letztes Wochenende waren wir auf einem Konzert von einer Band aus Simbabwe. Die Band war ganz gut. Der Chef unseres Sozialarbeiter Buero war auch da (er stammt aus Simbabwe) und hatte dann den ganzen Sonntag einen Kater... Ausserdem war ich bei einer afrikanischen Priesterweiehe, was sehr interessant war, denn die ganze Kirchengemeinde hat permanent getanzt und gesungen und alle waren so froehlich. Selbst der Bischoff hat zum Schluss angefangen zu tanzen. Es war ein sehr frohes Fest und wahrscheinlich einer der froehlichsten und emotionalsten Gottesdienste, die ich seit laengerer Zeit gesehen habe...
Was bleibt sonst noch zu sagen? Eigentlich nicht viel ausser: Eine schoene Adventszeit euch allen, wir machen uns jetzt fuer den heissen Sommer bereit... Nachdem es im November die heftigsten Regenfaelle in Swasiland seit 1984 gab. Ueber eine Woche Dauerregen, ist es das was man von Afrika erwartet?
Aber was ist denn so alles passiert im Monat November? Naja im Grossen und Ganzen ist eigentlich nur die ganze Routine weitergelaufen. In Enjabulweni (danke Christian ;-)) habe ich kurzzeitig fuer zwei Wochen in Klasse 6 unterrichtet, da die Klassenlehrerin mit den 7. Klasse Examen beschaeftigt war. Es war interessant mal in einen anderen Klassenraum zu gehen und neue Schueler und ein neues Arbeitsklima zu erfahren. Aber auch in meiner Klasse hat sich das Verhalten der Kinder verbessert. Jetzt bekommen sie je nach Verhalten rote, gelbe oder Star Karten.
Naja die Klassenarbeiten sind geschreiben, ebenso wie die Zeugnisse. In meiner Klasse haben Englisch (das Fach unterrichte ich) 6 (von 14) Schuelern nicht bestanden. Dieser Schnitt istgar nicht so schlecht. Ich habe auch einige Arbeiten aus Klassen 3, 5 und 6 korrigiert und teilweise waren deren Ergebnisse schlimmer. Morgen und Uebermorgen werden dann die Eltern die Zeugnisse in Empfang nehmen.
Naja genug ueber Schule geredet. Was lauft sonst noch? Das Jugendzentrum geht seinen Weg. Nachdem Anfang des letzten Trimesters nur wenige Kinder taqeglich kamen, kommen jetzt wieder eine ganze Menge. Gestern habe ich einigen Kindern Ultimate Firsbee (Reschtschreibung?) beigebracht, da die grosse Sporthalle wegen eines Events geschlossen ist. Naechste Woche geht dann auch schon das Holiday Programm wieder los und das wird echt interessant werden mit 2 bis 4 Voluntaeren (Sean hat einen Freund zu Besuch und sie gehen fuer einige Zeit nac h Mozambique). Mitte Dezember bekommen wir dann wieder Unterstuetzung, diesmal aus Chile.
Nun ja, leider gehen Anna und Ich jetzt nicht mehr zum Hope House (dem Hospiz), da herr Juelich vor ca. zwei Wochen verstorben ist. Irgendwie glaube ich ist es das Beste was ihm passieren konnte, denn wenn man nicht einmal mehr aufsteht um zur toilette zu gehen und gar keine Freude mehr am Leben findet, quaelt man sich selbst nur unnoetig.
Letztes Wochenende waren wir auf einem Konzert von einer Band aus Simbabwe. Die Band war ganz gut. Der Chef unseres Sozialarbeiter Buero war auch da (er stammt aus Simbabwe) und hatte dann den ganzen Sonntag einen Kater... Ausserdem war ich bei einer afrikanischen Priesterweiehe, was sehr interessant war, denn die ganze Kirchengemeinde hat permanent getanzt und gesungen und alle waren so froehlich. Selbst der Bischoff hat zum Schluss angefangen zu tanzen. Es war ein sehr frohes Fest und wahrscheinlich einer der froehlichsten und emotionalsten Gottesdienste, die ich seit laengerer Zeit gesehen habe...
Was bleibt sonst noch zu sagen? Eigentlich nicht viel ausser: Eine schoene Adventszeit euch allen, wir machen uns jetzt fuer den heissen Sommer bereit... Nachdem es im November die heftigsten Regenfaelle in Swasiland seit 1984 gab. Ueber eine Woche Dauerregen, ist es das was man von Afrika erwartet?
Sonntag, 1. November 2009
Keine Halloweenparty und trotzdem die ganze Nacht wach...
Gestern hiess es wieder in so vielen Laendern auf unserem Planeten: "Happy Halloween" oder "Suesses sonst gibts Saures". Hauefig gehen vor allem junge Menschen Party machen und feiern (in velbert beispielsweise im T2). Auch in Swasiland gibt es die ein oder andere Halloweenparty. Aber auf einer solchen war ich gestern nicht.
Vor etwa zwei Wochen verstarb die Frau eines unserer Sozialarbeiter Matthew, welcher auch gleichzeitig ein Hausvater von einem unserer Homes war. Der Tod von ihr macht deutlich, wie schnell sich unserer Leben enden kann, denn vor etwa einen Monat gebar sie ein Kind. Im einen Moment erfaehrt man pures Glueck und im naechsten Augenblick grosses Leid.
Sicherlich ist es traurig, aber was noch trauriger ist, ist, dass Tod in Swasiland hauefig an der Tagesordnung steht. Was jede Woche hoert man von Kindern aus unserer Schule, dass Elternteile oder Geschwister verstorben sind. Von Lehrern hoert man, dass Kinder oder Grosseltern verstorben sind.
Wie aber nehmen Swasis Abschied von ihren Geliebten? Gestern Abend bin ich zusammen mit Anna und Becky (englische Volontaerin, die mittlerweile schon 1 1/2 Jahre hier ist) auf die Beerdigung von der Frau von Matthew gegangen.
Um 21.00 traf sich der MYC Staff und einige der Jungs, die einen Platz auf einem der Autos ergattern konnten, um zur Beerdigung zu fahren. Die Abfahrt war etwas mit Problemen verbunden. Eine der Lehrerinnen von Enjabwleni (der Grundschule) war hoffnungslos betrunken und schrie andauernd herum und das vor einigen ihrer Schueler, welche das Spektakel durchaus belustigend fanden. Nach ein paar Streitgespraechen, welche Jungs denn nun mitduerften und welche nicht, legte sich der Audiopegel und es hiess Abfahrt.
Die Beerdigung, welche vorher eine Nachtvigil hat, erfolgte im Zuhause von Matthew. Als wir endlich um 23.00 Uhr in der "Wilderniss" ankamen, war die Nachtvigil bereits im vollen Gange. Die Leute sassen in einer Art Zelt welches um Matthews Haus gespannt war und sangen, beteten und lauschten den Predigten der sechs Prediger. Zwischendurch stand immereinmal wer auf, um seinen Senf oder wie man hier sagt: "Worte der Ermutigung" den anderen zu offenbaren. Mich haben diese Worte allerdings mehr erschreckt, denn da ich ungefaehr nur 2% von den Predigten verstand, aufgrund meiner Siswati Kenntnisse, erschrak mich das Herumgeschreie mehr, als dass es mich ermuetigte.
Naja so geht es dann weiter durch die Nacht (ich habe zwischendurch versucht auf der Ladeflaeche einer der Pickups zu schlafen). Bis dann um 4.00 Uhr die letzten Worte gesagt werden und viele Menschen anfangen zu Weinen, denn die Reise der Toten findet bald ein Ende und das Ausruhen von ihr, bevor sie fuer immer verschwindet findet ein Ende.
Dann hat sich die gesammte Trauergemeinde von etwa 200 Leuten, die aus Kollegen von Matthew, der Dorfgemeinde oder der Familie bestandt, auf dem Weg zum Firedhof gemacht. Dort erfolgte dann gegen 6.30 Uhr die Besietzung, welche nocheinmal eine Stunde und eine Menge Traenen kostete. Ein paar Frauen erlitten leicht Schwaecheanfaelle. Es war wie es war...Abschied nehmen von einem Menschen. Abschied nehmen fuer immer.
Aber neben diesem traurigen Ereignis gab es auch viele toller Erlebnisse wie etwa einen Besuch in einem Frauengefaengnis, in welchen jungen Gefangenen Orden verliehen worden sind, weil sie bestimmte Ziele erfuellt hatten, oder meinen Versuch ohne Mixe, Waage und Rezept einen Kuchen fuer Herrn Juelich zu backen, welcher allerdings dann den ganzen Tag verschlafen hat, was dazu fuehrte, dass wir trotz grosser Anstrengungen doch kein gemeinsames Kafeetrinken hatten.
Auch die Schule laueft weiter und viele der Kids fangen endlich wieder an sich zu benehmen, so dass es manchmal sogar leise ist in unserem Klassenraum. Freitag haben wir einen Test geschrieben und nur zwei Schueler sind durchgefallen...in Mathe...naja und jetzt scheint sogar wieder die Sonne.
Naechstes Wochenende steigt bei uns im Volontaershaus eine Finnland Party zu der dann die anderen finnischen Volontaere aus Swasiland kommen...ich bin ja schon gespannt wie das wird, ich schaetze wir werden es sehen, spaetestens naechste Woche.
Also und da jetzt sogar wieder die Sonne scheint, verbleibt mir nur zu schreiben: Mir geht es blaendend, wenn auch blaendend muede *gaehhhhhn*
Gute Nacht...oder in Siswati: lale kahle!
Vor etwa zwei Wochen verstarb die Frau eines unserer Sozialarbeiter Matthew, welcher auch gleichzeitig ein Hausvater von einem unserer Homes war. Der Tod von ihr macht deutlich, wie schnell sich unserer Leben enden kann, denn vor etwa einen Monat gebar sie ein Kind. Im einen Moment erfaehrt man pures Glueck und im naechsten Augenblick grosses Leid.
Sicherlich ist es traurig, aber was noch trauriger ist, ist, dass Tod in Swasiland hauefig an der Tagesordnung steht. Was jede Woche hoert man von Kindern aus unserer Schule, dass Elternteile oder Geschwister verstorben sind. Von Lehrern hoert man, dass Kinder oder Grosseltern verstorben sind.
Wie aber nehmen Swasis Abschied von ihren Geliebten? Gestern Abend bin ich zusammen mit Anna und Becky (englische Volontaerin, die mittlerweile schon 1 1/2 Jahre hier ist) auf die Beerdigung von der Frau von Matthew gegangen.
Um 21.00 traf sich der MYC Staff und einige der Jungs, die einen Platz auf einem der Autos ergattern konnten, um zur Beerdigung zu fahren. Die Abfahrt war etwas mit Problemen verbunden. Eine der Lehrerinnen von Enjabwleni (der Grundschule) war hoffnungslos betrunken und schrie andauernd herum und das vor einigen ihrer Schueler, welche das Spektakel durchaus belustigend fanden. Nach ein paar Streitgespraechen, welche Jungs denn nun mitduerften und welche nicht, legte sich der Audiopegel und es hiess Abfahrt.
Die Beerdigung, welche vorher eine Nachtvigil hat, erfolgte im Zuhause von Matthew. Als wir endlich um 23.00 Uhr in der "Wilderniss" ankamen, war die Nachtvigil bereits im vollen Gange. Die Leute sassen in einer Art Zelt welches um Matthews Haus gespannt war und sangen, beteten und lauschten den Predigten der sechs Prediger. Zwischendurch stand immereinmal wer auf, um seinen Senf oder wie man hier sagt: "Worte der Ermutigung" den anderen zu offenbaren. Mich haben diese Worte allerdings mehr erschreckt, denn da ich ungefaehr nur 2% von den Predigten verstand, aufgrund meiner Siswati Kenntnisse, erschrak mich das Herumgeschreie mehr, als dass es mich ermuetigte.
Naja so geht es dann weiter durch die Nacht (ich habe zwischendurch versucht auf der Ladeflaeche einer der Pickups zu schlafen). Bis dann um 4.00 Uhr die letzten Worte gesagt werden und viele Menschen anfangen zu Weinen, denn die Reise der Toten findet bald ein Ende und das Ausruhen von ihr, bevor sie fuer immer verschwindet findet ein Ende.
Dann hat sich die gesammte Trauergemeinde von etwa 200 Leuten, die aus Kollegen von Matthew, der Dorfgemeinde oder der Familie bestandt, auf dem Weg zum Firedhof gemacht. Dort erfolgte dann gegen 6.30 Uhr die Besietzung, welche nocheinmal eine Stunde und eine Menge Traenen kostete. Ein paar Frauen erlitten leicht Schwaecheanfaelle. Es war wie es war...Abschied nehmen von einem Menschen. Abschied nehmen fuer immer.
Aber neben diesem traurigen Ereignis gab es auch viele toller Erlebnisse wie etwa einen Besuch in einem Frauengefaengnis, in welchen jungen Gefangenen Orden verliehen worden sind, weil sie bestimmte Ziele erfuellt hatten, oder meinen Versuch ohne Mixe, Waage und Rezept einen Kuchen fuer Herrn Juelich zu backen, welcher allerdings dann den ganzen Tag verschlafen hat, was dazu fuehrte, dass wir trotz grosser Anstrengungen doch kein gemeinsames Kafeetrinken hatten.
Auch die Schule laueft weiter und viele der Kids fangen endlich wieder an sich zu benehmen, so dass es manchmal sogar leise ist in unserem Klassenraum. Freitag haben wir einen Test geschrieben und nur zwei Schueler sind durchgefallen...in Mathe...naja und jetzt scheint sogar wieder die Sonne.
Naechstes Wochenende steigt bei uns im Volontaershaus eine Finnland Party zu der dann die anderen finnischen Volontaere aus Swasiland kommen...ich bin ja schon gespannt wie das wird, ich schaetze wir werden es sehen, spaetestens naechste Woche.
Also und da jetzt sogar wieder die Sonne scheint, verbleibt mir nur zu schreiben: Mir geht es blaendend, wenn auch blaendend muede *gaehhhhhn*
Gute Nacht...oder in Siswati: lale kahle!
Sonntag, 18. Oktober 2009
Zwei Monate im Land vopn König Mswati III
Zwei Monate bin ich jetzt schon im Königreich Swasiland, ein kleines, aber wunderschönes Land. Ein Land mit Problemen, sei es Armut oder die hohe HIV Rate (43%). Ich arbeite in der bevölkerungsreichsten Stadt Swasilands, Manzini. Nachdem am Anfang nicht ganz klar war, wo ich genau arbeiten werde, hat sich die Routine langsam eingependelt und über diese Routine werde ich nun schreiben...
Es ist Dienstag Morgen, 6.45 Uhr irgendwo aus den Fernen meines Zimmers erklingt „Summer of 69“ aus meinem Handy... mein Wecker. Es ist Zeit zum Aufstehen. Schnell anziehen, Waschen und ein paar Cornflakes gegessen und ich kann in einen neuen Tag starten. Zusammen mit meiner Mitvolontärin Anna, welche aus der Gegend von Trier kommt, machen wir uns auf den Weg zur ersten Station unseres Arbeitstags: „Enjabwleni“. Enjabwleni ist eine Grundschule für alle die Kinder, die älter als zehn Jahre sind und deren Eltern kein Schulgeld aufbringen können, denn bei fast jeder anderen Schule muss ein Schulgeld entrichtet werden, sowie eine Schuluniform angeschafft werden.
7.40 Uhr, die Morgenversammlung beginnt, nach einem Ave Maria, Vater Unser und einer emotionalen Rede des Schuldirektors, weswegen Jungen keine Ohrringe tragen sollten, werden die Schüler in ihre Klassen entlassen. Ich unterrichte zusammen mit einem Lehrer aus Simbabwe in einer Förderklasse. Der besondere Fokus im Unterricht liegt auf Mathe, Englisch und manchmal leider auch ein bisschen auf „laut“ sein. In der Förderklasse sind insgesamt 22 Schüler, eine recht kleine Zahl vor allem im Vergleich zu den regulären Klassen von 40 bis 50 Schüler (Grundschule in Swasiland geht von der ersten bis zur siebten Klasse).
Der Unterricht wird nur von einer halbstündigen Mittagspause unterbrochen, in welcher die Schüler ein freies Mittagessen zur Verfügung gestellt bekommen. Leider gibt es manchmal auch Tage, an denen das Essen nicht für alle 400 Schüler reicht. Das ist vor allem für die Kinder schade, die sonst keine andere Mahlzeit am Tag bekommen, weil das Geld nicht ausreicht, da Elternteile verstorben sind, und so nur wenig Geld in die Haushaltskasse kommt.
Um 12.00 Uhr werden die Schüler aus der Förderklasse in den Nachmittag entlassen. Die anderen Klassen müssen bis 14.00 Uhr bleiben, aber man möchte die Kinder in der Förderklasse motivieren überhaupt zur Schule zu kommen und wie sagt man so schön: „In der Kürze liegt die Würze“.
Für mich bedeutet 12.00 Uhr ein kurzer Raumwechsel. Ich gehe über das matschige Schulgelände ein paar Räume weiter, und gebe Computerunterricht für die Lehrerin, welche die Lehrer in Enjabwleni ausbildet. Zwar habe ich selber nicht ganz so viel Ahnung von der Materie, aber für die üblichen Office-Anwendungen reicht es aus.
Im Anschluss daran mache ich mich auf den Weg nach Hause. Zwischendurch wird man immer wieder von fremden Menschen angequatscht, worauf man nur mit „Sani Bonani!“ (Hallo ihr!) „unjani?“ (wie geht’s?) oder „anginamali“ (Ich habe kein Geld.) antwortet.
Nach der Mittagspause geht es um 14.00 Uhr weiter im Bosco Jugendzentrum. Zum Jugendzentrum kommen täglich unterschiedlich viele Kinder. Hier haben Straßenkinder die Möglichkeit an provisorischen Kickern, Billiardtischen oder Tischtennisplatten sich auszutoben. Außerdem steht eine größere Sporthalle für Fußball und Basketball zur Verfügung. Desweiteren bieten wir Material für Kunst an, womit wir die Kinder beschäftigen können. Um 15.00 Uhr fängt Dienstags dann in einem anderen Raum ein Film an, wenn ich es denn schaffe den Projektor an den DVD Spieler anzuschließen. Heute gucken wir „Rush Hour 3“, ein Film welcher gut bei den Kindern und Jugendlichen ankommt, weil er mit Komik und Action geladen ist.
Das Jugenzentrum ist sehr wichtig für die Kinder, weil sie so nicht auf der Straße sind und die Freizeitangebote der Straße nicht so verlockend sind (unter Freizeitangebote fasse ich das „Schnüffeln“ von Klebstoff, Rauchen oder Stehlen). Wobei man fairer Weise auch sagen muss, dass viele der Kinder sich schon im frühen Alter auf ehrliche Art und Weise Geld hinzu verdienen, durch den Verkauf von Süßigkeiten, Knabberzeug, Bleistiften oder Ähnlichem.
Wenn dann um kurz nach 17.00 Uhr die Halle geschlossen wird, bricht auch schon bald die Dunkelheit an, was bedeutet, dass man sich auf den Weg nach Hause machen sollte, denn so sicher Swasiland am Tag auch ist, in der Nacht sollte man trotzdem nicht alleine durch die Straßen laufen. Dienstag ist immer ein schöner Tag, weil er kurz ist und Anna und ich nehmen um 18.00 Uhr immer Siswati Unterricht, um die Sprache, welche viele Schnalzer hat, ein bisschen besser zu verstehen zu können. Außerdem ermöglicht es uns beiden besser mit den Kindern und Jugendlichen zu kommunizieren. Deswegen sind wohl auch die besten Siswati Lehrer die Kinder selbst...
Montag und Mittwochabends gehen wir sonst in einige unserer Homes, um den Kindern bei den Hausaufgaben und beim Lernen zu helfen. Das Projekt in dem ich arbeite umfasst 6 Homes, in welchen 134 Jungs von 10 bis 22 leben, die sonst auf der Straße leben müssten. Hier werden sie mit Essen, Kleidung, einem Platz zum Schlafen und einer gewissen Betreuung (seelisch und gesundheitlicher Art) versorgt.
Es ist Dienstag Morgen, 6.45 Uhr irgendwo aus den Fernen meines Zimmers erklingt „Summer of 69“ aus meinem Handy... mein Wecker. Es ist Zeit zum Aufstehen. Schnell anziehen, Waschen und ein paar Cornflakes gegessen und ich kann in einen neuen Tag starten. Zusammen mit meiner Mitvolontärin Anna, welche aus der Gegend von Trier kommt, machen wir uns auf den Weg zur ersten Station unseres Arbeitstags: „Enjabwleni“. Enjabwleni ist eine Grundschule für alle die Kinder, die älter als zehn Jahre sind und deren Eltern kein Schulgeld aufbringen können, denn bei fast jeder anderen Schule muss ein Schulgeld entrichtet werden, sowie eine Schuluniform angeschafft werden.
7.40 Uhr, die Morgenversammlung beginnt, nach einem Ave Maria, Vater Unser und einer emotionalen Rede des Schuldirektors, weswegen Jungen keine Ohrringe tragen sollten, werden die Schüler in ihre Klassen entlassen. Ich unterrichte zusammen mit einem Lehrer aus Simbabwe in einer Förderklasse. Der besondere Fokus im Unterricht liegt auf Mathe, Englisch und manchmal leider auch ein bisschen auf „laut“ sein. In der Förderklasse sind insgesamt 22 Schüler, eine recht kleine Zahl vor allem im Vergleich zu den regulären Klassen von 40 bis 50 Schüler (Grundschule in Swasiland geht von der ersten bis zur siebten Klasse).
Der Unterricht wird nur von einer halbstündigen Mittagspause unterbrochen, in welcher die Schüler ein freies Mittagessen zur Verfügung gestellt bekommen. Leider gibt es manchmal auch Tage, an denen das Essen nicht für alle 400 Schüler reicht. Das ist vor allem für die Kinder schade, die sonst keine andere Mahlzeit am Tag bekommen, weil das Geld nicht ausreicht, da Elternteile verstorben sind, und so nur wenig Geld in die Haushaltskasse kommt.
Um 12.00 Uhr werden die Schüler aus der Förderklasse in den Nachmittag entlassen. Die anderen Klassen müssen bis 14.00 Uhr bleiben, aber man möchte die Kinder in der Förderklasse motivieren überhaupt zur Schule zu kommen und wie sagt man so schön: „In der Kürze liegt die Würze“.
Für mich bedeutet 12.00 Uhr ein kurzer Raumwechsel. Ich gehe über das matschige Schulgelände ein paar Räume weiter, und gebe Computerunterricht für die Lehrerin, welche die Lehrer in Enjabwleni ausbildet. Zwar habe ich selber nicht ganz so viel Ahnung von der Materie, aber für die üblichen Office-Anwendungen reicht es aus.
Im Anschluss daran mache ich mich auf den Weg nach Hause. Zwischendurch wird man immer wieder von fremden Menschen angequatscht, worauf man nur mit „Sani Bonani!“ (Hallo ihr!) „unjani?“ (wie geht’s?) oder „anginamali“ (Ich habe kein Geld.) antwortet.
Nach der Mittagspause geht es um 14.00 Uhr weiter im Bosco Jugendzentrum. Zum Jugendzentrum kommen täglich unterschiedlich viele Kinder. Hier haben Straßenkinder die Möglichkeit an provisorischen Kickern, Billiardtischen oder Tischtennisplatten sich auszutoben. Außerdem steht eine größere Sporthalle für Fußball und Basketball zur Verfügung. Desweiteren bieten wir Material für Kunst an, womit wir die Kinder beschäftigen können. Um 15.00 Uhr fängt Dienstags dann in einem anderen Raum ein Film an, wenn ich es denn schaffe den Projektor an den DVD Spieler anzuschließen. Heute gucken wir „Rush Hour 3“, ein Film welcher gut bei den Kindern und Jugendlichen ankommt, weil er mit Komik und Action geladen ist.
Das Jugenzentrum ist sehr wichtig für die Kinder, weil sie so nicht auf der Straße sind und die Freizeitangebote der Straße nicht so verlockend sind (unter Freizeitangebote fasse ich das „Schnüffeln“ von Klebstoff, Rauchen oder Stehlen). Wobei man fairer Weise auch sagen muss, dass viele der Kinder sich schon im frühen Alter auf ehrliche Art und Weise Geld hinzu verdienen, durch den Verkauf von Süßigkeiten, Knabberzeug, Bleistiften oder Ähnlichem.
Wenn dann um kurz nach 17.00 Uhr die Halle geschlossen wird, bricht auch schon bald die Dunkelheit an, was bedeutet, dass man sich auf den Weg nach Hause machen sollte, denn so sicher Swasiland am Tag auch ist, in der Nacht sollte man trotzdem nicht alleine durch die Straßen laufen. Dienstag ist immer ein schöner Tag, weil er kurz ist und Anna und ich nehmen um 18.00 Uhr immer Siswati Unterricht, um die Sprache, welche viele Schnalzer hat, ein bisschen besser zu verstehen zu können. Außerdem ermöglicht es uns beiden besser mit den Kindern und Jugendlichen zu kommunizieren. Deswegen sind wohl auch die besten Siswati Lehrer die Kinder selbst...
Montag und Mittwochabends gehen wir sonst in einige unserer Homes, um den Kindern bei den Hausaufgaben und beim Lernen zu helfen. Das Projekt in dem ich arbeite umfasst 6 Homes, in welchen 134 Jungs von 10 bis 22 leben, die sonst auf der Straße leben müssten. Hier werden sie mit Essen, Kleidung, einem Platz zum Schlafen und einer gewissen Betreuung (seelisch und gesundheitlicher Art) versorgt.
Samstag, 3. Oktober 2009
nach Wochen des Schweigens...ein Lebenszeichen
Ja von dem ach so tollem Ausflug zum Wasserfall ist ein Besucher an meinem Koerper haften geblieben und zwar eine Zecke...na super...erstmal krank geworden und naja ein paar Stunden Schlaf, aber dank eines wirklich guten Doktors und der Hilfe von gertrud Langensiepen, ging es mir dann schon bald besser.
Bevor ich es vergesse moechte ich auf diesem Wege allen Daken, die Manzini Youth Care auf dem Hahnemannstrassenfest durch Spenden unterstuetzt haben. Vielen Dank fuer eure Hilfe!
Naja ich habe jetzt mit dem Unterrichten angefangen. Ich unterrichte in einer Foerderklasse, was manchmal sehr anstrengend und frustrierend ist. Zusammen mit einem ausbeildeten Lehrer aus Simbabwe und einer anderen Voluntaeren versuchen wir den unterschiedlichen Standarts gerecht zu werden. Es ist nicht immer einfach, da einige der Schueler zum Teil wirklich schwierige Charaktaere sind...
Naja Nachmittags gehe ich jetzt einemal in der Woche zu einem unserer Homes, wo ich mir ein Theater Projekt anschaue und einfach da bin und mich mit den Kids unterhalte...ausserdem laueft auch weiterhin das Jugendzentrum...
Naja ansonsten gibt es nicht viel zu berichten, ausser, dass langsam all das, was "neu" war zum Alltag geworden ist...
Von der Bundestagswahl habe ich auch mitbekommen... ich habe mich bei den Fathers eingeschlichen und ein bisschen Live Berichterstattung aus Deutschland mitverfolgt...manchmal ist es halt doch etwas schwieriger ohne Fernseher und ohne Internet, denn das Internetcafe schliesst Sonntags um 17:00 Uhr und den Rest der Woche um 18:00 Uhr, was es schwierig macht, oefter mal hierein zu schauen, vor allem weil meine Woche voller und voller wird...
Jetzt hat auch inzwischen das Spezialtraining fuer die Exame unserer Siebtklaessler angefangen, was bedeutet, dass noch weniger Zeit zur Eigenverfuegung da ist, was aber auch ganz ok ist, denn was man hier als "Arbeit" bezeichenen darf, macht meistens Spass...
naja ich schliesse jetzt aber auch langsam und versuche mich dann demnaechst wieder regelmaessiger zu melden...lie Gruesse an die Heimat...
Bevor ich es vergesse moechte ich auf diesem Wege allen Daken, die Manzini Youth Care auf dem Hahnemannstrassenfest durch Spenden unterstuetzt haben. Vielen Dank fuer eure Hilfe!
Naja ich habe jetzt mit dem Unterrichten angefangen. Ich unterrichte in einer Foerderklasse, was manchmal sehr anstrengend und frustrierend ist. Zusammen mit einem ausbeildeten Lehrer aus Simbabwe und einer anderen Voluntaeren versuchen wir den unterschiedlichen Standarts gerecht zu werden. Es ist nicht immer einfach, da einige der Schueler zum Teil wirklich schwierige Charaktaere sind...
Naja Nachmittags gehe ich jetzt einemal in der Woche zu einem unserer Homes, wo ich mir ein Theater Projekt anschaue und einfach da bin und mich mit den Kids unterhalte...ausserdem laueft auch weiterhin das Jugendzentrum...
Naja ansonsten gibt es nicht viel zu berichten, ausser, dass langsam all das, was "neu" war zum Alltag geworden ist...
Von der Bundestagswahl habe ich auch mitbekommen... ich habe mich bei den Fathers eingeschlichen und ein bisschen Live Berichterstattung aus Deutschland mitverfolgt...manchmal ist es halt doch etwas schwieriger ohne Fernseher und ohne Internet, denn das Internetcafe schliesst Sonntags um 17:00 Uhr und den Rest der Woche um 18:00 Uhr, was es schwierig macht, oefter mal hierein zu schauen, vor allem weil meine Woche voller und voller wird...
Jetzt hat auch inzwischen das Spezialtraining fuer die Exame unserer Siebtklaessler angefangen, was bedeutet, dass noch weniger Zeit zur Eigenverfuegung da ist, was aber auch ganz ok ist, denn was man hier als "Arbeit" bezeichenen darf, macht meistens Spass...
naja ich schliesse jetzt aber auch langsam und versuche mich dann demnaechst wieder regelmaessiger zu melden...lie Gruesse an die Heimat...
Dienstag, 8. September 2009
Schwimmen im Wasserfall und die Schule faengt spaeter an...
Ja hallo und alles nur ganz kurz: Mir geht es immer noch gut. Gestern waren wir an einem Wasserfall schwimmen, welcher umringt von Felsen war. Ab und an konnte man einen Affen vorbei huepfen sehen...gluecklicher Weise konnte man keine Schlange sehen die sich auf den Felsen gesonnt hat, von welchen einige mutige Volontaere ins Wasser gesprungen sind. Ich bleibe dann doch lieber bei meinen Baderegeln und schaue zu, wie mutig andere sind...
Naja ansonsten haette heute eigentlich die Schule fuermich anfangen sollen, da allerdings erstmal aufgeraeumt werden muss, habe ich einen freien Vormittag und erfahre dann morgen, was, wen und mit wen ich bald fuer einige Zeit unterrichten darf...
Mit Herrn Juelic geht es eher schleppend voran, das letzte Mal als wir ihn besucht haben, hatte er Schmerzen, was bedeutet, dass wir weder Skat spielen, noch einen Film gucken konnten...naja vielleicht ja beim naechsten Mal...
so das war es auch in aller Kuerze von mir... Sala Khale!
Naja ansonsten haette heute eigentlich die Schule fuermich anfangen sollen, da allerdings erstmal aufgeraeumt werden muss, habe ich einen freien Vormittag und erfahre dann morgen, was, wen und mit wen ich bald fuer einige Zeit unterrichten darf...
Mit Herrn Juelic geht es eher schleppend voran, das letzte Mal als wir ihn besucht haben, hatte er Schmerzen, was bedeutet, dass wir weder Skat spielen, noch einen Film gucken konnten...naja vielleicht ja beim naechsten Mal...
so das war es auch in aller Kuerze von mir... Sala Khale!
Samstag, 5. September 2009
Reed Dance und meine Woche
Jaaaa der Traum eines jeden Mannes der Reed Dance...80000 Jungfrauen marschieren oben ohne in eine Art Sportstadion ein und tanzen ein wenig. Trotzdem waren es dann doch eher nur Turristen, die sich dieses Spektakel ansehen wollten. Einer von ihnen war ich... Ja, natuerlich hatte ich auch die Gelegenheit den Koenig von Swasiland zu sehen...ich sass ca 10 Meter von ihm entfernt. Leider war der Reeddance auch schon schneller vorbei als man dachte. Denn eigentlich besteht er nur daraus, dass die Frauen und Maedchen in die Arena reinlaufen, dann der Koenig durch die 80000 Jungfrauen zieht und sich ab und zu mal verbeugt. In den vergangenden Jahren hat sich der Koenig immer wieder fuer Damen des Reeddance entschieden. Touristen wird versucht zu verklickern, dass sich der Koenig waehrend des Dances eine aussucht, aber in Wahrheit ist viel Screening und so weiter mit der ganzen Sache verbundnen. Ausserdem ist Koenig Mswati III eher zurueckhaltend, denn er hat nur 13 Frauen zur Zeit. Sein Vater hatte im Gegensatz 110 Frauen und ueber 600 Kinder...da frage ich mich, ob er denn den Namen und den Geburtstag jedes seiner Kinder kennt...
Naja und da die Swasis nuneinmal gerne Feiern ist Montag schon wieder ein Feiertag... Am Montag feiert Swasiland seine Unabhaengigkeit von England.
Ja und abgesehen vom Reeddance war meine Woche ganz gut...irgendwie sind am Dienstag immer noch viele Kinder zur Youth Hall gekommen, so das wir das Holiday Program spontan um eine Woche verlaengert haben...Aber naechste Woche faengt dann entgueltig die Schule an...ich bin schon gespannt was mich dort erwartet.
Mit Herrn Juelich hat es jetzt auch besser geklappt. Immerhin haben Anna und ich jetzt rausfinden koennen, dass er Filme mag, ich werde also morgen mal meinen Laptop mitnehmen und dann werden wir einen Film uns ansehen. Ausserdem hat er gesagt, dass er mal Skat konnte...ich hoffe es klappt, dass er sich an das Spiel erinnert...naja ansonsten ist eigentlich vieles "beim Alten" achja und ich komme inzwischen sogar endlich wieder an Geld am Bankautomaten...
Liebe Gruesse und bis zum naechsten Post...Matthias
Naja und da die Swasis nuneinmal gerne Feiern ist Montag schon wieder ein Feiertag... Am Montag feiert Swasiland seine Unabhaengigkeit von England.
Ja und abgesehen vom Reeddance war meine Woche ganz gut...irgendwie sind am Dienstag immer noch viele Kinder zur Youth Hall gekommen, so das wir das Holiday Program spontan um eine Woche verlaengert haben...Aber naechste Woche faengt dann entgueltig die Schule an...ich bin schon gespannt was mich dort erwartet.
Mit Herrn Juelich hat es jetzt auch besser geklappt. Immerhin haben Anna und ich jetzt rausfinden koennen, dass er Filme mag, ich werde also morgen mal meinen Laptop mitnehmen und dann werden wir einen Film uns ansehen. Ausserdem hat er gesagt, dass er mal Skat konnte...ich hoffe es klappt, dass er sich an das Spiel erinnert...naja ansonsten ist eigentlich vieles "beim Alten" achja und ich komme inzwischen sogar endlich wieder an Geld am Bankautomaten...
Liebe Gruesse und bis zum naechsten Post...Matthias
Gastblogger: Lungelo
How are you? Me I'm fine. During the week I was playing football at Bosco Youth Centre. It was really nice. Usually if there is no school I get up at 8 o clock. Then I sweep the yard in Sikhunyana. Sikhunyana is a home where boys live. They are around ten years old. After that I eat breakfast. I have Sour porrage for breakfast. Sour Porrage is a meal with sugar, we cook it. Then I come and visit Salesian. There I play football. Then I came to the Internet Cafe. Have a nice day! Lungelo
Sonntag, 30. August 2009
statt Urlaub neue Aufgaben
Ja hallo ihr...
naja also leider ist mein Urlaub geplatzt weil wir kein Auto organisiert bekommen haben...dafuer hatten wir aber gestern einen schoenen Grillabend und heute habe ich eine neue Aufgabe bekommen. Und zwar waren Anna und ich heute in einem Hospiz in Manzini, welches von einem Salesianer hier aufgebaut worden ist.
Zur Zeit lebt dort ein Deutscher, welcher einen Schlaganfall erlitten hat. Seine Familie hat den Kontakt mit ihm abgebrochen und weder seine Frau, noch sein Sohn bsuchen ihn. Seine Tochter ist vor laengerer Zeit verstorben. Er selber ist inzwischen 70 und war Jahrelang im suedlichen Afrika als Lehrer taetig.
Es ist sehr traurig zu sehen, dass er inzwischen kaum noch ein Interesse am Leben hat und man ihn fuer kaum etwas begeistern kann. Anna und ich werden ihn aber weiterhin besuchen und ein bisschen versuchen auf Deutsch mit ihm zu reden, was allerdings nicht so ganz einfach ist, weil er sich auch nicht immer an alles erinnern kann, auf Grund seines Schlaganfalls...naja das Schicksal dieses Mannes wird uns dann wohl noch ein bisschen laenger beschaeftigen.
Zur Zeit ist hier in Swasiland der Reed Dance los, ein riesen Festivel, wo 30000 oder so Frauen oben ohne wild durch die Gegend tanzen. Wir werden morgen zum Reed Dance fahren, da es halt wie ein Feiertag ist und sonst alles geschlossen hat...ich bin schon echt gespannt und werde dann auch darueber posten.
Ansonsten geht es mir ganz gut, nachdem ich in den letzten Tagen einen etwas schmerzhaften Husten hatte, habe ich inzwischen alles ueberwunden und nur die Halsschmerzen erinnern mich an die letzten Tage... Naja und ansonsten bin ich eigentlich auch sehr gepannt wie die Kommunalwahlen in Velbert heute ausegehen...ich schaetze ich muss morgen oder uebermorgen nochmal ins Internetcafe fuer die Ergebnisse...also bis uebermorgen...
naja also leider ist mein Urlaub geplatzt weil wir kein Auto organisiert bekommen haben...dafuer hatten wir aber gestern einen schoenen Grillabend und heute habe ich eine neue Aufgabe bekommen. Und zwar waren Anna und ich heute in einem Hospiz in Manzini, welches von einem Salesianer hier aufgebaut worden ist.
Zur Zeit lebt dort ein Deutscher, welcher einen Schlaganfall erlitten hat. Seine Familie hat den Kontakt mit ihm abgebrochen und weder seine Frau, noch sein Sohn bsuchen ihn. Seine Tochter ist vor laengerer Zeit verstorben. Er selber ist inzwischen 70 und war Jahrelang im suedlichen Afrika als Lehrer taetig.
Es ist sehr traurig zu sehen, dass er inzwischen kaum noch ein Interesse am Leben hat und man ihn fuer kaum etwas begeistern kann. Anna und ich werden ihn aber weiterhin besuchen und ein bisschen versuchen auf Deutsch mit ihm zu reden, was allerdings nicht so ganz einfach ist, weil er sich auch nicht immer an alles erinnern kann, auf Grund seines Schlaganfalls...naja das Schicksal dieses Mannes wird uns dann wohl noch ein bisschen laenger beschaeftigen.
Zur Zeit ist hier in Swasiland der Reed Dance los, ein riesen Festivel, wo 30000 oder so Frauen oben ohne wild durch die Gegend tanzen. Wir werden morgen zum Reed Dance fahren, da es halt wie ein Feiertag ist und sonst alles geschlossen hat...ich bin schon echt gespannt und werde dann auch darueber posten.
Ansonsten geht es mir ganz gut, nachdem ich in den letzten Tagen einen etwas schmerzhaften Husten hatte, habe ich inzwischen alles ueberwunden und nur die Halsschmerzen erinnern mich an die letzten Tage... Naja und ansonsten bin ich eigentlich auch sehr gepannt wie die Kommunalwahlen in Velbert heute ausegehen...ich schaetze ich muss morgen oder uebermorgen nochmal ins Internetcafe fuer die Ergebnisse...also bis uebermorgen...
Dienstag, 25. August 2009
Mein Wochenende
Jaaa nach einer Woche „Holiay Program“ war ich dann auch reif fürs Wochenene. So ein Billiardtunier kann ganz schön schwer sein zu organisieren, vor allem, wenn man jeden Tag andere Teilnehmer hat. Am Freitagabend sind wir erstmal in einen Club in Manzini feiern gegangen, es war relativ lustig und wir sind glücklicher Weise nicht allzu spät nach Hause gegangen. Zu Hause angekommen wurde kurz geschlafen, um dann am Samstag eine Art Weisenhaus zu besuchen. Das Weisenhaus liegt etwas außerhalb und ist eine Farm, wo die Jugendlichen halt selber die Landwirtschaft betreiben. Es ist ein wunderschöner Ort, sehr schön von der Natur umgeben und vor allem ruhig! Ich hatte zwar etwas Angst, dass uns eine Schlange über den Weg läuft, weil mir vorher noch in aller Breite erzählt werden musste, was für Schlangen es hier alles gibt, naja ok...^^
Am Nachmittag sind wir dann wieder nach Hause gegangen und haben dann später noch eine Filmnacht gemacht zusammen mit Charlotte, der Projektmanagerin aus den Niederlanden. Gestern habe ich dann ziemlich lange ausgeschlafen, obwohl ich eigentlich zur Kirche wollte, naja ich schätze ich werde dann versuchen nächste Woche meinen ersten afrikanischen Gottesdienst zu besuchen. Später war ich dann noch einkaufen und habe in zwei großen Eimern angefangen meine Wäsche zu waschen. Handwäsche dauert zwar lange, aber noch finde ich es nicht langweilig.
Überhaupt ist hier noch immer alles neu und jeden Tag lerne ich das Land ein bisschen mehr kennen. Naja, das war es dann erst einmal von mir...ach ja bevor ich es vergesse, nächste Woche irgendwann fahren wir Volontäre nach Mosambique in Urlaub...ich freue mich schon voll und habe natürlich auch schön brav angefangen meine Malaria Prophylaxe zu nehmen. Also es ist eigentlich alles in Butter...schöne Grüße nach Deutschland...aus dem Land, wo es an Weihnachten am heißesten ist. Hier ist es zwar gerade auch noch sehr schön, strahlend blauer Himmel und milde Temperaturen, aber mit den 32°C in Deutschland können wir (noch) nicht mithalten. Bis zum nächsten Blogeintrag...euer Matthias
PS: also weil ich es mehrmals gefragt worden bin: Jaaaa mir geht es wirklich gut und meine Adresse ist:
Matthias Mehlwitz c/o Manzini Youth Care P.O. Box 3700 Manzini Swaziland South Africa
Am Nachmittag sind wir dann wieder nach Hause gegangen und haben dann später noch eine Filmnacht gemacht zusammen mit Charlotte, der Projektmanagerin aus den Niederlanden. Gestern habe ich dann ziemlich lange ausgeschlafen, obwohl ich eigentlich zur Kirche wollte, naja ich schätze ich werde dann versuchen nächste Woche meinen ersten afrikanischen Gottesdienst zu besuchen. Später war ich dann noch einkaufen und habe in zwei großen Eimern angefangen meine Wäsche zu waschen. Handwäsche dauert zwar lange, aber noch finde ich es nicht langweilig.
Überhaupt ist hier noch immer alles neu und jeden Tag lerne ich das Land ein bisschen mehr kennen. Naja, das war es dann erst einmal von mir...ach ja bevor ich es vergesse, nächste Woche irgendwann fahren wir Volontäre nach Mosambique in Urlaub...ich freue mich schon voll und habe natürlich auch schön brav angefangen meine Malaria Prophylaxe zu nehmen. Also es ist eigentlich alles in Butter...schöne Grüße nach Deutschland...aus dem Land, wo es an Weihnachten am heißesten ist. Hier ist es zwar gerade auch noch sehr schön, strahlend blauer Himmel und milde Temperaturen, aber mit den 32°C in Deutschland können wir (noch) nicht mithalten. Bis zum nächsten Blogeintrag...euer Matthias
PS: also weil ich es mehrmals gefragt worden bin: Jaaaa mir geht es wirklich gut und meine Adresse ist:
Matthias Mehlwitz c/o Manzini Youth Care P.O. Box 3700 Manzini Swaziland South Africa
Nein Sagen!
Wie oft sagen wir im Alltag: „man muss auch einmal nein sagen können!“ Ich frage mich, wie oft mir das schon von verschiedenen Leuten gesagt worden ist. Aber so richtig verstanden, was damit gemeint ist, habe ich nicht.
Hier in Swasiland, gewinnt der ganze „Nein-Sagen“ Komplex eine neue Dimension, welche auch nicht gerade einfach für mich ist. Denn:
Man muss nein sagen zu Leuten, die einen anbetteln, weil sie Hunger haben. Man muss nein sagen zu Freundschaftsangeboten einen Joint gemeinsam zu rauchen. Man muss nein sagen zu jungen Damen, die einen versuchen zu überzeugen ihnen jetzt einen Drink auszugeben. Man muss nein sagen zu alten Damen, die voller Tränen einem versuchen ihre tragische Lebensgeschichte zu erzählen. Man muss nein sagen zu so vielen.
Es ist nicht immer einfach zu entscheiden, sage ich jetzt „nein“ oder „ja“, spiele ich jetzt „Weihnachtsmann/ Sozialtourist“ oder stelle ich meine Gefühle ab. Wenn ich an der Kasse im Supermarkt stehe und mir dann für zehn Euro einen ganzen Wocheneinkauf kaufen kann und hinter mir steht ein Junge, der gerade sein ganzes Kleingeld zusammenkratzt um für ein paar Cents ein Toastbrot zu kaufen. Ich weiß, dass Manzini Youth Care den Jungen mit allen notwendigen Sachen (Essen, Kleidung, Bildung und Wohnung) versorgt, aber trotzdem ist es nicht leicht.
Aber wann sage ich jetzt „nein“ und wann sage ich „ja“? Die Frage kann ich noch nicht beantworten... es ist leider zur Zeit noch eher willkürlich...
Hier in Swasiland, gewinnt der ganze „Nein-Sagen“ Komplex eine neue Dimension, welche auch nicht gerade einfach für mich ist. Denn:
Man muss nein sagen zu Leuten, die einen anbetteln, weil sie Hunger haben. Man muss nein sagen zu Freundschaftsangeboten einen Joint gemeinsam zu rauchen. Man muss nein sagen zu jungen Damen, die einen versuchen zu überzeugen ihnen jetzt einen Drink auszugeben. Man muss nein sagen zu alten Damen, die voller Tränen einem versuchen ihre tragische Lebensgeschichte zu erzählen. Man muss nein sagen zu so vielen.
Es ist nicht immer einfach zu entscheiden, sage ich jetzt „nein“ oder „ja“, spiele ich jetzt „Weihnachtsmann/ Sozialtourist“ oder stelle ich meine Gefühle ab. Wenn ich an der Kasse im Supermarkt stehe und mir dann für zehn Euro einen ganzen Wocheneinkauf kaufen kann und hinter mir steht ein Junge, der gerade sein ganzes Kleingeld zusammenkratzt um für ein paar Cents ein Toastbrot zu kaufen. Ich weiß, dass Manzini Youth Care den Jungen mit allen notwendigen Sachen (Essen, Kleidung, Bildung und Wohnung) versorgt, aber trotzdem ist es nicht leicht.
Aber wann sage ich jetzt „nein“ und wann sage ich „ja“? Die Frage kann ich noch nicht beantworten... es ist leider zur Zeit noch eher willkürlich...
Mittwoch, 19. August 2009
Holiday Program und Cultural Village
SANI BONANI!!!
Ja, ich fange erstmal nicht mit dem Holiday Program an, sondern mit meinem Sonntag. Sonntag war ich in einem "cultural village" mit Anna und Mike (irischer Volontaer, der leider morgen schon nach Hause fliegt). Im cultural village haben wir dann eine Tour bekommen durch ein traditionelles Dorf. Sehr interessant, im Grunde hat jede Familie ein eigenes Dorf, mit Stallungen fuer die Tiere und verschiedenen Berreichen. Da gibt es dann pro Frau (jaa Swasis haben mehr als eine Frau...) einen Komplex bestehen aus drei Huetten: zum Schlafen, zum Kochen und zum Bier zubereiten...ich dachte immer wir Deutschen waeren kraeftige Biertrinker, naja jetzt habe ich einige Swasis kennengelernt :-)
Naja und dann gibt es halt noch den Bereich fuer die Gogo (Grossmutter, die viel Respekt geniesst im Gegensatz zu den anderen Frauen, die halt duetlich unter dem Mann stehen und auch bestimmte Teile von Tieren nicht essen duerfen wie den Kopf (damit sie nicht auf einmal schlau werden) oder die Fuesse und Haende, die Gruende habe ich leider vergessen...auf jeden Fall ist das alles etwas ungewohnt... :-)
So zum Holiday Program:
Unsere Tage sehen so aus...wir muessen so gegen 8.00 Uhr aufstehen, um Saft zu machen, wir machen dass in so riesen Boettechen Wasser und dann geben wir so eine komische Flussigkeit dazu und aufeinmal haben wir innerhalb weniger Zeit ganz viel Saft. Das anstrengende ist anschliesend nur, den Saft mit Hilfe von Tassen in Plastik Tueten abzufuellen...da braucht man schon seine Ziet...wir machen immer so 130 Trinktaschen, weil wir ungefaehr so viele Leute mit unseren Holiday Programm erreichen.
Nachdem das zutrinken gemacht worden ist, muss dann alles etwa 700 m zur Youth Hall getragen werden, was echt schwer ist... aber ok...naja dann geht es halt um 10:00 Uhr los... am Anfang spielen halt alle irgendwo was, dann startet um 11.00 Uhr das Fussball Turnier...die anderen spielen entweder mit uns (jaaa Haare von Weissen sind sehr interessant zum Anfassen und DIE Atraktion!) Um 13.00 Uhr stellen sich dann alle Jungs in eine laaange Schlange um eine Trinketasche und vier Scheiben Toast zu ergattern... fuer uns mag sich das etwas aermlich anhoeren, aber fuer die ist das schon einiges!
Naja im Nachmittag zeigen wir dann in der Regel einen Film, waehrend das Fussball Tunier von den Aelteren losgeht.
Und dann ist halt immer so um 16.30 Uhr Schluss, aber man ist dann auch kaputt. Naja morgen werden wir richtig viel anbieten, Theater&Tanz Workshops, Werk Workshop, Basteln, Billiard-, Streetball- und Fussball Tunier, einen Film und und und... Naja und es wird wahrscheinlich wie immer laufen, wenn andauernd vier Kinder versuchen irgendeinen Platz an deinem Koerper zu bekommen, um durch die Gegend getragen werden...und dann setzt man das eine Kind ab, kniet sich hin und schon kommen 5 neue auf einen zu (ich habe jetzt offengestanden auch schon Rueckenschmerzen...). Das Problem ist, dass man denen nichts erklaeren kann, weil die kleinen verstaendlicher Weise kein Englisch koennen und wir (noch) kein Siswati...
Apropos Siswati, Montag hatten Anna und ich unsere erste Siswati Stunde, es war ganz interessant und die meisten Buchstaben werden wie im Deutschen ausgesprochen, aber "c, q, s, x" sind irgendwelche aehnlich klingenden Laute, es war auf jeden Fall sehr lustig und ich denke fuer 1,50Euro kann man sich den Spass ja goennen...
Naja das war es erstmal von mir...bis zum naechsten Blogpost...euer Matthias
Ja, ich fange erstmal nicht mit dem Holiday Program an, sondern mit meinem Sonntag. Sonntag war ich in einem "cultural village" mit Anna und Mike (irischer Volontaer, der leider morgen schon nach Hause fliegt). Im cultural village haben wir dann eine Tour bekommen durch ein traditionelles Dorf. Sehr interessant, im Grunde hat jede Familie ein eigenes Dorf, mit Stallungen fuer die Tiere und verschiedenen Berreichen. Da gibt es dann pro Frau (jaa Swasis haben mehr als eine Frau...) einen Komplex bestehen aus drei Huetten: zum Schlafen, zum Kochen und zum Bier zubereiten...ich dachte immer wir Deutschen waeren kraeftige Biertrinker, naja jetzt habe ich einige Swasis kennengelernt :-)
Naja und dann gibt es halt noch den Bereich fuer die Gogo (Grossmutter, die viel Respekt geniesst im Gegensatz zu den anderen Frauen, die halt duetlich unter dem Mann stehen und auch bestimmte Teile von Tieren nicht essen duerfen wie den Kopf (damit sie nicht auf einmal schlau werden) oder die Fuesse und Haende, die Gruende habe ich leider vergessen...auf jeden Fall ist das alles etwas ungewohnt... :-)
So zum Holiday Program:
Unsere Tage sehen so aus...wir muessen so gegen 8.00 Uhr aufstehen, um Saft zu machen, wir machen dass in so riesen Boettechen Wasser und dann geben wir so eine komische Flussigkeit dazu und aufeinmal haben wir innerhalb weniger Zeit ganz viel Saft. Das anstrengende ist anschliesend nur, den Saft mit Hilfe von Tassen in Plastik Tueten abzufuellen...da braucht man schon seine Ziet...wir machen immer so 130 Trinktaschen, weil wir ungefaehr so viele Leute mit unseren Holiday Programm erreichen.
Nachdem das zutrinken gemacht worden ist, muss dann alles etwa 700 m zur Youth Hall getragen werden, was echt schwer ist... aber ok...naja dann geht es halt um 10:00 Uhr los... am Anfang spielen halt alle irgendwo was, dann startet um 11.00 Uhr das Fussball Turnier...die anderen spielen entweder mit uns (jaaa Haare von Weissen sind sehr interessant zum Anfassen und DIE Atraktion!) Um 13.00 Uhr stellen sich dann alle Jungs in eine laaange Schlange um eine Trinketasche und vier Scheiben Toast zu ergattern... fuer uns mag sich das etwas aermlich anhoeren, aber fuer die ist das schon einiges!
Naja im Nachmittag zeigen wir dann in der Regel einen Film, waehrend das Fussball Tunier von den Aelteren losgeht.
Und dann ist halt immer so um 16.30 Uhr Schluss, aber man ist dann auch kaputt. Naja morgen werden wir richtig viel anbieten, Theater&Tanz Workshops, Werk Workshop, Basteln, Billiard-, Streetball- und Fussball Tunier, einen Film und und und... Naja und es wird wahrscheinlich wie immer laufen, wenn andauernd vier Kinder versuchen irgendeinen Platz an deinem Koerper zu bekommen, um durch die Gegend getragen werden...und dann setzt man das eine Kind ab, kniet sich hin und schon kommen 5 neue auf einen zu (ich habe jetzt offengestanden auch schon Rueckenschmerzen...). Das Problem ist, dass man denen nichts erklaeren kann, weil die kleinen verstaendlicher Weise kein Englisch koennen und wir (noch) kein Siswati...
Apropos Siswati, Montag hatten Anna und ich unsere erste Siswati Stunde, es war ganz interessant und die meisten Buchstaben werden wie im Deutschen ausgesprochen, aber "c, q, s, x" sind irgendwelche aehnlich klingenden Laute, es war auf jeden Fall sehr lustig und ich denke fuer 1,50Euro kann man sich den Spass ja goennen...
Naja das war es erstmal von mir...bis zum naechsten Blogpost...euer Matthias
Sonntag, 16. August 2009
meine erste Woche
Ja, jetzt bin ich schon bald fast eine ganze Woche hier und irgendendwie kommt es mir noch gar nicht so vor. Swasiland ist fuer mich ist hier immer noch alles neu und irgendwie exotisch...keine Ahnung.
In der letzten Woche war nicht so viel los, weil es die letzte Schulwoche war. So, sind wir morgens zur Schule gegangen und haben uns dort etwas umgeguckt, oder haben mit den Office Mitarbeitern geredet. Am Nachmittag sind wir immer zur Youth Hall gegangen, in welcher die Kinder und Jugendlichen Fussball oder Baskettball spielen koennen. Neben der HAlle gibt es auch einen Raum wo mehrere uralte Kicker stehen und leicht defekte Tischtennisplatten.
Am Mittwochabend sind wir dann zur Nachhilfe gegangen in die verschiedenen Homes gegangen. Wir haben uns aufgeteilt, ich war in dem Home, wo die aelteren Jugendlichen leben. Da aber wie gesagt die Schule fast vorbei ist, gab es auch nicht viel an Nachhilfe zu tun, so dass die meisten Fernsehr geguckt haben...spaeter habe ich mit einem Jugendlichen ein bisschen etwas ueber die League of Nations gelernt.
Ich wohne in einem Haus mit mehreren anderen Voluntaeren. Wir sind hier Deutsche, Iren und Englaender. Jeder hat ein eigenes Zimmer. Zusammen teielen wir uns Bad, Kueche und Wohnzimmer. Leider sind wir alle nicht unbedingt die oredentlichsten, sodass es oefter mal etwas chaotisch aussieht... Ich hoffe, dass wir das bald noch in den Griff bekommen....
Morgen wird das Holiday Program starten...wo dann zwei Wochen lang den ganzen Tag Fussball, Basketball, Tanz und vieles andere gespielt wird...ich bin schon sehr gespannt mir wurde gesagt, dass das Holiday Programm sehr anstrengend sein soll...mehr davon werde ich dann wohl naechste Woche berichten.
Ab morgen fangen Anna und ich dann auch Siswati Unterricht zu nehmen, ich glaube dass es in sofern sinnvoll ist, als dass wir so auch mit den kleinen Kindern irgendwann mal besser kommunizieren koennen. Bislang kommunizieren wir nur durch Koerpersprache und Gestik...naja ich werde dann mal auffhoeren zu schreiben...denn meine Online Zeit hier im Internetcafe lauft bald aus...also macht es gut ihr alle!!!
Liebe Gruesse und bis zum naechsten Eintrag euer Matthias
In der letzten Woche war nicht so viel los, weil es die letzte Schulwoche war. So, sind wir morgens zur Schule gegangen und haben uns dort etwas umgeguckt, oder haben mit den Office Mitarbeitern geredet. Am Nachmittag sind wir immer zur Youth Hall gegangen, in welcher die Kinder und Jugendlichen Fussball oder Baskettball spielen koennen. Neben der HAlle gibt es auch einen Raum wo mehrere uralte Kicker stehen und leicht defekte Tischtennisplatten.
Am Mittwochabend sind wir dann zur Nachhilfe gegangen in die verschiedenen Homes gegangen. Wir haben uns aufgeteilt, ich war in dem Home, wo die aelteren Jugendlichen leben. Da aber wie gesagt die Schule fast vorbei ist, gab es auch nicht viel an Nachhilfe zu tun, so dass die meisten Fernsehr geguckt haben...spaeter habe ich mit einem Jugendlichen ein bisschen etwas ueber die League of Nations gelernt.
Ich wohne in einem Haus mit mehreren anderen Voluntaeren. Wir sind hier Deutsche, Iren und Englaender. Jeder hat ein eigenes Zimmer. Zusammen teielen wir uns Bad, Kueche und Wohnzimmer. Leider sind wir alle nicht unbedingt die oredentlichsten, sodass es oefter mal etwas chaotisch aussieht... Ich hoffe, dass wir das bald noch in den Griff bekommen....
Morgen wird das Holiday Program starten...wo dann zwei Wochen lang den ganzen Tag Fussball, Basketball, Tanz und vieles andere gespielt wird...ich bin schon sehr gespannt mir wurde gesagt, dass das Holiday Programm sehr anstrengend sein soll...mehr davon werde ich dann wohl naechste Woche berichten.
Ab morgen fangen Anna und ich dann auch Siswati Unterricht zu nehmen, ich glaube dass es in sofern sinnvoll ist, als dass wir so auch mit den kleinen Kindern irgendwann mal besser kommunizieren koennen. Bislang kommunizieren wir nur durch Koerpersprache und Gestik...naja ich werde dann mal auffhoeren zu schreiben...denn meine Online Zeit hier im Internetcafe lauft bald aus...also macht es gut ihr alle!!!
Liebe Gruesse und bis zum naechsten Eintrag euer Matthias
Dienstag, 11. August 2009
gelandet
Ja hallo ihr,
Ich sitze gerade in einen Internet Cafe in Manzini und schreibe zum ersten Mal von hier. Beim Flug lief alles glat und es war wirklich schoen so spaet zu fliegen weil man dadurch halt kaum Wartezeiten hat.
Wie auch immer, Swasiland ist wirklich schoen, natuerlich sind die Lebensbedingungen hier nicht so wie bei uns, aber es ist besser als ich gedacht haette.
Habe jetzt auch schon die Grundschule gesehen, wo ich wahrscheinlich auch arbeiten werde. Naja mein erstes afrikanisches Erlebnis (auf der Ladeflaeche eines Pickups fahren) liegt auch i\hinter mir. Naja das war es jetzt erstmal...bis bald mal :-)
Sonntag, 9. August 2009
etwa 24 Stunden vor Abflug
hallo,
ok der Koffer ist fast fertig gepackt. Allerdings habe ich mich noch nicht getraut ihn zu wiegen, enn leider darf ich ja nur 20kg mitnehmen... egal gleich kommt dann wohl der Moment der Wahrheit... mein Zimmer ist leider immer noch etwas chaotisch und morgen muss ich noch einiges in der Stadt erledigen, aber das müsste alles noch machbar sein...
Naja, heute war ich dann zum letzten Mal in der Kirche in St. Don Bosco, es war schon ein komisches Gefühl und sehr viele Leute haben mir "tschüss", nein eigentlich auf Wiedersehen gesagt... Auch danke all den Menschen, die noch gesmst, oder angerufen haben.
Heute Abend war ich dann nochmal mit meiner Familie essen und wir haben einen Spieleabend gemacht...es war eigentlich ganz schön... Nur so langsam wird mir klar, dass ich bald ein Jahr weg bin...aber ich bin froh, dass ich noch nicht nervös bin...
Was bleibt jetzt noch zu sagen? Wahrscheinlich nur, dass ich euch alle hier vermissen werde.
Also dann bis zum nächsten Blogeintrag... :-)
ok der Koffer ist fast fertig gepackt. Allerdings habe ich mich noch nicht getraut ihn zu wiegen, enn leider darf ich ja nur 20kg mitnehmen... egal gleich kommt dann wohl der Moment der Wahrheit... mein Zimmer ist leider immer noch etwas chaotisch und morgen muss ich noch einiges in der Stadt erledigen, aber das müsste alles noch machbar sein...
Naja, heute war ich dann zum letzten Mal in der Kirche in St. Don Bosco, es war schon ein komisches Gefühl und sehr viele Leute haben mir "tschüss", nein eigentlich auf Wiedersehen gesagt... Auch danke all den Menschen, die noch gesmst, oder angerufen haben.
Heute Abend war ich dann nochmal mit meiner Familie essen und wir haben einen Spieleabend gemacht...es war eigentlich ganz schön... Nur so langsam wird mir klar, dass ich bald ein Jahr weg bin...aber ich bin froh, dass ich noch nicht nervös bin...
Was bleibt jetzt noch zu sagen? Wahrscheinlich nur, dass ich euch alle hier vermissen werde.
Also dann bis zum nächsten Blogeintrag... :-)
Samstag, 8. August 2009
Stadtanzeiger + etwa 48 Stunden vor der Abreise
Ja Hallo,
eigentlich wollte ich nur auf die heutige Ausgabe des Stadtanzeigers Niederberg verweisen, indem ein Artikel über mein Volontariat zu finden ist. Versuche auch irgendwann hier mal die pdf Version davon online zu stellen.
Heute habe ich mich dann auch von meiner Oma verabschiedet. Es ist mir gar nicht so leicht gefallen, denn gerade in so Abschiedsszenen realisiert man, dass man bald ein Jahr weg ist und man realisiert was ein Jahr ist.
Gleich werde ich dann noch zum Herrn Dutschke (Schulfreund) fahren, wo ich dann nochmal Jeannette, Miri und Jenny ein letztes Mal wiedertreffe...irgenwie kein einfacher Tag... aber das gehört nunmal dazu und wie heißt es so schön in dem Lied "Mich ruft mein Stern" aus dem Hörspiel/Theaterstück/Musical "Der kleine Tag":
eigentlich wollte ich nur auf die heutige Ausgabe des Stadtanzeigers Niederberg verweisen, indem ein Artikel über mein Volontariat zu finden ist. Versuche auch irgendwann hier mal die pdf Version davon online zu stellen.
Heute habe ich mich dann auch von meiner Oma verabschiedet. Es ist mir gar nicht so leicht gefallen, denn gerade in so Abschiedsszenen realisiert man, dass man bald ein Jahr weg ist und man realisiert was ein Jahr ist.
Gleich werde ich dann noch zum Herrn Dutschke (Schulfreund) fahren, wo ich dann nochmal Jeannette, Miri und Jenny ein letztes Mal wiedertreffe...irgenwie kein einfacher Tag... aber das gehört nunmal dazu und wie heißt es so schön in dem Lied "Mich ruft mein Stern" aus dem Hörspiel/Theaterstück/Musical "Der kleine Tag":
Liebe Grüße und bis zum nächsten Eintrag"Abschied heißt was Neues kommt.Denn anderswo gibts ein Hallo!Abschied heißt was Neues kommt.Abschied heißt Hallo!Etwas Neues kommt. Etwas Anderes,etwas Neues zum Freun!"
Freitag, 7. August 2009
Aussendung
Hey, ganz kurz nur, hier der Link zur Missionsprokur der Salesianer Don Boscos, hier findet sich nämlich ein kurzer Bericht über unsere Aussendungsfeier...
Die Missionsprokur ist quasie mitverantwortlich für uns Volontäre, sie kontrollieren und bestimmen wofür die deutschen Gelder (von Spenern und von der Bunesregierung) weltweit verwendet werden.
also hier der Link: http://www.donboscomission.de/index.php?id=5379
Also das war es ersteinmal von mir...bis zum nächsten Blogeintrag
Die Missionsprokur ist quasie mitverantwortlich für uns Volontäre, sie kontrollieren und bestimmen wofür die deutschen Gelder (von Spenern und von der Bunesregierung) weltweit verwendet werden.
also hier der Link: http://www.donboscomission.de/index.php?id=5379
Also das war es ersteinmal von mir...bis zum nächsten Blogeintrag
Vorbereitung
Nach Swasiland, oder sonst irgendwohin kann man natürlich nicht ohne eine gewisse Vorbereitung hinfahren. Das sehen zumindest die Don Bosco Volunteers so und ganz unrecht haben sie sicher nicht, denn immerhin wird man für 12 Monate in einer anderen Kultur leben, dass das nicht nur Spaß bringt, sondern vielleicht auch manchmal konfliktreich sein kann, liegt auf der Hand.
Die Vorbereitung der Don Bosco Volunteers hat eigentlich schon mit meinem Auswahltag begonnen. Am Auswahltag waren nämlich schon sehr viele Ehemalige da, welche über ihre Projekte berichtet haben. Leider erinnere ich mich an diesen Tag nicht mehr so genau, denn es ist zum einen etwas länger her...und wenn man älter wird, vergisst man schonmal ein paar Sachen und zum anderen erlebe ich so Auswahlsituationen immer in einer Art Trance-Zustand wie auch immer...die Vorbereitung durch die Salesianer ging weiter mit drei Seminare in Berlin, Heiligenstadt und in der Eifel. Neben den Inhalten von der Bekämpfung von Kulturschock, vier Seiten einer Nachricht, Versicherungsinformationen, konkreten Projektinformationen hatte man auch Gelegenheit viele nette und interessante Leute kennen zu lernen, die Mitvoluntäre, ob aus Berlin, Bonn oder Mettmann überall kamen die 24 anderen her.
Eigentlich müsste ich an dieser Stelle alle namentlich erwähnen, aber ich spare das dann doch mal, weil man ja sich auch die anderen Blogs einfach anschauen kann. Aber eine andere Voluntärin will ich dann doch kurz nennen und zwar ist das Anna aus der Nähe von Trier, denn mit ihr zusammen werde ich die nächsten 12 Monate (oder auch 13 ;-)) in Swasiland verbringen. Ich freue mich schon wirklich sehr, denn immerhin geht es Montag (!!!) schon los...ohohhh...naja ich denke ich höre dann jetzt auch erstmal auf meinen ersten Post weiter zu füllen, denn es werden ja auch noch andere kommen :-)
Bis zum nächsten Post...
Die Vorbereitung der Don Bosco Volunteers hat eigentlich schon mit meinem Auswahltag begonnen. Am Auswahltag waren nämlich schon sehr viele Ehemalige da, welche über ihre Projekte berichtet haben. Leider erinnere ich mich an diesen Tag nicht mehr so genau, denn es ist zum einen etwas länger her...und wenn man älter wird, vergisst man schonmal ein paar Sachen und zum anderen erlebe ich so Auswahlsituationen immer in einer Art Trance-Zustand wie auch immer...die Vorbereitung durch die Salesianer ging weiter mit drei Seminare in Berlin, Heiligenstadt und in der Eifel. Neben den Inhalten von der Bekämpfung von Kulturschock, vier Seiten einer Nachricht, Versicherungsinformationen, konkreten Projektinformationen hatte man auch Gelegenheit viele nette und interessante Leute kennen zu lernen, die Mitvoluntäre, ob aus Berlin, Bonn oder Mettmann überall kamen die 24 anderen her.
Eigentlich müsste ich an dieser Stelle alle namentlich erwähnen, aber ich spare das dann doch mal, weil man ja sich auch die anderen Blogs einfach anschauen kann. Aber eine andere Voluntärin will ich dann doch kurz nennen und zwar ist das Anna aus der Nähe von Trier, denn mit ihr zusammen werde ich die nächsten 12 Monate (oder auch 13 ;-)) in Swasiland verbringen. Ich freue mich schon wirklich sehr, denn immerhin geht es Montag (!!!) schon los...ohohhh...naja ich denke ich höre dann jetzt auch erstmal auf meinen ersten Post weiter zu füllen, denn es werden ja auch noch andere kommen :-)
Bis zum nächsten Post...
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