Durch die beruehmte Aschewolke hatte ich eine Woche alleine, ohne meine Mutter, in Kapstadt. Gluecklicherweise ist Kapstadt eine sehr schoene Stadt und man kann sehr viel machen.
Auch wenn die ersten tage, ich will mal sagen etwas merkwuerdig waren. Es ist nicht ganz leicht, denn nach einiger Zeit schraubt man natuerlich auch seinen lebensstandart nach unten. So bin ich also in eine relativ schoenes und teueres Hotel in kapstadt am Montag angekommen. ichglaube es gab schon ein paar Blicke auf meine Schuhe, wo die Sohlen abfielen oder auf das unrasierte gesicht. insofern war es also sehr gut, dass ich eine Woche Zeit hatte mich wieder europaeisch fuer meine Mutter zu gestalten...also: Neue Schuhe gekauft, ab zum Frieseur und jeden morgen dann rasiert. So ist meine Mutter dann gluecklicherweise nicht direkt wieder nach Hause gefahren, nachdem sie mich gesehen hat.
In meiner Woche alleine habe ich verschiedene sachen unternommen. Natuerlich die ganzen Touristensachen wie Robben Island (dort war Friedensnobelpreistraeger Nelson Mandela jahrelang inhaftiert) oder die Waterfront angesehen. Auch vom Tafelberg gab es atemberaubende Blicke. Wie auch immer ich konnte aber auch endlich wieder Dinge machen, die ich in Manzini nicht machen konnte...zum Beispiel ins Kino gehen, Schwimmen gehen (ok das Wasser im Outdoor Schwimmbad, welches aber direkt am Ozean liegt, war richtig kalt und so habe ich mir dann keinen Schwimmbadtag gemacht, sondern bin nur zwei bahnen rauf und runter geschwommen...) oder auch Fernsehn. Mein Zimmer verfuegte ueber den Luxus eines Fernsehers, was hies, dass ich oft abends eine Stunde lang einfach nur Nachrichten geguckt habe.
Zu meinen persoenlichen Highlights in Kapstadt gehoerten aber drei Sachen, zum einen habe ich eine frau kennengelernt die in einem der vielen Townships von Kappstadt wohnt, mit ihr habe ich mir dann ihren Township angeguckt, nachdem ich mit Zug und Kombi (das sind so Kleinbusse, die als Sammeltaxi fungieren) zu ihr gefahren bin. Es war interessant zu sehen was fuer verschiedene Projekte es in diesen Townships gibt und wie sie den Menschen dort helfen und ausserdem hatte es sich dann auch wieder ein bisschen mehr wie "zu Hause" angefuehlt...also es waren dort kaum noch Weisse und ueberhaupt die Metalitaet der Menschen war herzlicher und offener.
Mein zweites Highlight war dann, dass ich mir Skomp (die Gruppe, die Musik auf allen moeglichen Haushaltsgegenstaenden machen), fuer nur 7,50 Euro angucken konnte. Es war wirklich toll, super lustig und unterhaltsam und das ganze Publikum hat mitgemacht.
Das dritte Highlight war dann eine Ganztagesfahrt zum Kap der Guten Hoffnung mit verschiedenen Zwischenstops, Sandwichpause und kleiner Radtour am Kap. insgesamt hat mir die Woche sehr gut gefallen und es hat sehr viel Spass gemacht sich sein eigenes "Touri programm zusammen zustellen"... aber bald sollte dann ja auch meine Mutter kommen...
Montag, 24. Mai 2010
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