Ich bitte vielmals um Entschuldigung, dass ich mich seit längerem nicht mehr gemeldet habe. Aber da meine Zeit in Eswatini (Swasiland) sich in schnellen Schritten den Ende zeneigt, verbringe ich derzeit sehr viel Zeit im Projekt.
Meine letzte Woche steht an, und in den vergangen Wochen ist so viel passiert, dass ich gar nicht weiss wie ich es alles beschreiben und schreiben soll. Ich werde wohl das meiste selber erzählen, denn immerhin bin ich ab dem 10. August wieder in Deutschland, auch wenn es sicherlich nicht ganz leicht sein wird, sich wieder anzupassen an den deutschen Alltag.
Am vergangenen Freitag hatten wir unsere Abschiedsfeier in der Schule, bei der sich die Kinder und Jugendlichen von uns (Anna, eine weitere englische Volontärin und mir)verabschiedet haben. Es war sehr emotional und es hat wieder gezeigt wie viele Talente hier sind, von Tänzern, Sängern, Musikern, Dichtern, Fussballspieler, Rapper, Schauspieler, Komödianten ist alles vertreten. Es ärgert mich nur immer wieder, wie wenig diese Talente in diesem Land gefördert werden.
Auch die Perspektiven der Kinder sind nicht die Besten, trotzdem hemmt es nicht die Euphorie, die Begeisterung, die die Kinder an den Tag legen. Sicherlich gibt es hier eine Menge von Problemen und wir haben jede Menge Kinder, die kaum etwas zu essen haben, die auf dem nackten Fussboden ohne Decke und Bett schlafen, die geschlagen werden. Aber trotzdem leben sie und freuen sich und kämpfen für eine Zukunft und das ist etwas, was mich total begeistert.
Nicht immer bin ich glücklich mit den Kindern, wenn sie bestimmte Verhaltensweisen an den Tag legen, aber man kann jeden fragen, der schonmal in einem Swasiklassenzimmer war, wird bestätigen, dass es eine ganz andere Atmosphäre ist. Die Kinder sind so höflich und ruhig, das man eigentlich nur unterrichten brauch. Leider ist dies geprägt durch die Kultur des Geschlagen werden als Disziplinierungsmasnahme.
Also ich freue mich auf Zuhause, auch wenn es mir momentan sehr schwer fällt Abschied zu nehmen von allen Menschen, die mich hier umgeben.
Bis in einer Woche in Deutschland!
Sonntag, 1. August 2010
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